Beste Tipps, um Amsel und Co. im Winter zu helfen
Bei Frost und dichter Schneedecke nehmen die Tiere Futterangebote gerne an. Der NABU erklärt, wie richtig gefüttert wird.
11. Januar 2026
Michael Rahn

Amsel an Fallobst
Amseln lieben Fallobst. Foto: Frank Derer/NABU
Wer Rotkehlchen, Amseln und Co. durch die kalten und schneereichen Tage helfen will, kann jetzt eine Futterstelle einrichten. Dabei ist auf den richtigen Behälter zu achten. Grundsätzlich empfiehlt der NABU einen Futterspender, der das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen schützt, denn Nässe im Futter kann zur Ausbreitung von Krankheitserregern führen. Am besten eignen sich daher Futtersilos, bei denen im Gegensatz zu offenen Futterhäuschen Verunreinigung durch Vogelkot kein Problem ist. Wer dennoch ein offenes klassisches Futterhäuschen nutzt, sollte es täglich reinigen.
Der Futterspender wird an einer übersichtlichen, gut einsehbaren Stelle platziert, so dass sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen können und der Blick für die Beobachtung unverstellt ist. Falls möglich, sollten in einem angemessenen Abstand Bäume oder Büsche Deckung bei eventuellen Attacken von Sperbern bieten.
Beim Futter sind Sonnenblumenkerne immer eine gute Wahl. Sie werden von fast Vogelarten allen gefressen. Bei ungeschälten Kernen fällt zwar mehr Abfall an, dafür verweilen die Vögel aber länger an ihrer Futterstelle. Körnerfresser wie Meisen, Finken und Sperlinge freuen sich auch über Futtermischungen, die verschiedene Samen unterschiedlicher Größe enthalten. Weichfutterfressern wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln und Wacholderdrosseln kann man Rosinen, Äpfel oder Haferflocken in Bodennähe anbieten. Aber das Futter darf nicht verderben! Es gibt spezielle Bodenfutterspender, die sich dafür besonders eignen.
Insbesondere Meisen lieben auch Gemische aus Fett und Samen, die man selbst herstellen oder als Meisenknödel kaufen kann. „Bei Meisenknödeln muss man immer darauf achten, dass sie nicht in Plastiknetzen eingewickelt sind“, erklärt Marco Sommerfeld, Leiter der NABU-Vogelstation in der Wedeler Marsch.. „Die Vögel können sich mit ihren Beinen darin verheddern und schwer verletzen.“ Ein absolutes No-Go bei der Vogelfütterung sind Brotreste. „Brot ist viel zu salzig, quillt im Magen der Vögel auf und verdirbt schnell. Das schadet den Tieren erheblich. Das gilt auch für Enten“, betont Sommerfeld. Ein weiterer Tipp ist, auf die Qualität und Herkunft des Vogelfutters zu achten. Billige Futtermischungen sind oft mit Samen der allergieauslösenden Ambrosie oder anderen nicht erwünschten Pflanzen verunreinigt. (Michael Rahn)







