Thomas Hölck wieder SPD-Landtagskandidat
Claudia Wittburg aus Wedel unterlag dem Amtsinhaber aus Haseldorf bei der Nominierung.
28. Juni 2026
Jörg Frenzel

Thomas Hölck
SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Hölck will erneut den Wahlkreis 23 für die SPD erobern. Foto: pr
Der Routinier hat gewonnen. Die Delegierten der SPD-Wahlkreiskonferenz in Holm haben den amtierenden Landtagsabgeordneten Thomas Hölck erneut zum Direktkandidaten für den Landtagswahlkreis 23 „Pinneberg-Elbmarschen“ nominiert, zu dem auch Wedel gehört. Hölck setzte sich mit zwölf zu zehn Stimmen gegen Claudia Wittburg aus Wedel durch.
Thomas Hölck engagierte sich bereits von 2005 bis 2009 und dann wieder seit 2014 im Landtag. Der gelernte Maurer und Diplom-Bauingenieur hatte dabei in all den Jahren den Schwerpunkt (sozialer) Wohnungsbau auf der Agenda. Seine aktuelle, besondere Motivation mit Blick auf die derzeitigen Umfragewerte der SPD und den Zuspruch für die AfD: „Die Demokratie ist ein Geschenk, das wir pflegen und gestalten müssen.“
Nach Angaben der SPD solle Wohnungs- und Mietenpolitik weiterhin ein Schwerpunkt seiner Arbeit sein. Viele Menschen hätten Sorge, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. Deshalb brauche es eine wirksame Mietpreisbremse sowie Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. Hölck spricht sich für jährliche Investitionen von einer Milliarde Euro in den sozialen Wohnungsbau aus.
Kritisch äußerte er sich laut SPD zudem zu den Plänen der Bundesregierung, das Wohngeld zu streichen. „Das Wohngeld ist eine Errungenschaft der SPD. Eine Streichung ist unfassbar, das können wir nicht akzeptieren. Da mache ich nicht mit“, erklärte Hölck.
Ein weiteres zentrales Thema ist das Tariftreue- und Vergabegesetz. Öffentliche Aufträge müssten an Unternehmen vergeben werden, die Tariflöhne zahlen und gute Arbeitsbedingungen gewährleisten. Darüber hinaus sprach sich Hölck für die Abschaffung der Kita-Gebühren, mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Aufstiegschancen durch Bildung aus. Die Bildungspolitik der Landesregierung bewertete er kritisch und erklärte: „Die Landesregierung hat bei der Bildungspolitik versagt.“
Gegenkandidatin Claudia Wittburg hatte laut SPD den Vertrauensverlust vieler Bürgerinnen und Bürger in die Politik in den Mittelpunkt ihrer Rede gestellt. „Die Menschen glauben uns nicht mehr. Wir brauchen wieder das Vertrauen der Menschen und kein ‚Weiter so‘“, sagte sie. Für sie seien Lehrkräftemangel und dessen Folgen für Schülerinnen und Schüler zentrale Probleme. „Meine vier Kinder sind meine Stärke, nicht meine Schwäche“, sagte sie und ergänzte: „Familie darf nicht zum Armutsrisiko werden.“







