„Sie bereichern unsere Gesellschaft“
1108 Männer und Frauen sind im Jahr 2025 im Kreis Pinneberg eingebürgert worden.
20. Juni 2026
Michael Rahn

Wedel
Sie sind nun nicht nur Wedeler, sondern auch deutsche Staatsbürger. Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto (4. v. l.) freut sich mit ihren neuen Bürgerinnen und Bürgern. Foto: Kreis Pinneberg
Mit einer feierlichen Veranstaltung würdigt der Kreis Pinneberg die Menschen, die im vergangenen Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen haben. Die Feier bietet den neuen Staatsbürgern die Möglichkeit, ihre Einbürgerung gemeinsam mit Familienangehörigen, Freunden sowie Repräsentanten aus Politik und Verwaltung zu begehen. Etwa 400 Gäste nahmen an der Feierstunde in Elmshorn teil.
„Wir freuen uns über und auf Sie alle“, sagte Kreispräsident Helmuth Ahrens, der die Gäste gemeinsam mit Landrätin Elfi Heesch begrüßte. „Sie bereichern unsere Gesellschaft und sind uns willkommen. Mit der deutschen Staatsangehörigkeit sind nicht nur Rechte wie das Wahlrecht verbunden, sondern auch die aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Lassen Sie uns gemeinsam das Leben vor Ort gestalten. Die Einbürgerung ist ein bedeutender Schritt für die Menschen, die sich bewusst für Deutschland und unsere Gesellschaft entscheiden. Sie ist Ausdruck gelungener Integration und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Zahl der Einbürgerungen steigt um 73 Prozent
Im Jahr 2025 hat der Kreis Pinneberg 1.108 Menschen eingebürgert, Männer und Frauen fast in gleicher Höhe. Im Vergleich zum Vorjahr mit 641 Einbürgerungen entspricht dies einer Steigerung um 73 Prozent. Diese Entwicklung zeige die wachsende Bedeutung des Themas im Kreis Pinneberg, heißt es von Seiten der Kreisverwaltung.
Ein weiterer Blick auf die Einbürgerungsstatistik 2025 zeigt zugleich die Vielfalt der Menschen, die im Kreis Pinneberg die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben. Die größte Gruppe der Eingebürgerten stammte aus Syrien. Mit 343 Personen entfielen etwa ein Drittel aller Einbürgerungen auf syrische Staatsangehörige. Es folgten Menschen aus Afghanistan (91 Personen) sowie aus dem Iran und dem Irak mit jeweils 71 Einbürgerungen. Auch Menschen aus der Türkei, Russland, der Ukraine, Indien, Ghana und Ägypten gehörten zu den zehn häufigsten Herkunftsstaaten.
Größte Gruppe der Eingebürgerten stellt die Altersgruppe 31-40
Die Einbürgerungen verteilen sich über nahezu alle Altersgruppen. Besonders stark vertreten sind Menschen im Alter zwischen 31 und 40 Jahren. Mit 297 Personen stellte diese Gruppe mehr als ein Viertel aller Eingebürgerten. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass Einbürgerungen keineswegs nur junge Erwachsene betreffen: Auch Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen bis weit über das 60. Lebensjahr hinaus nahmen die deutsche Staatsangehörigkeit an. Nahezu vollständig ausgeglichen ist die Verteilung zwischen den Geschlechtern: 556 Männer und 552 Frauen wurden im Jahr 2025 eingebürgert.







