Omas und Opas gegen Rechts contra AfD in der Bahnhofstraße

Zwei Welten prallten aufeinander, während die Wedelerinnen und Wedeler ihre Sonnabendeinkäufe erledigten.

Published13. Juni 2026

AuthorJörg Frenzel

Gruppe von 5 Personen

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Die unterschiedlichen Seiten: "Mister X" von auswärts (von links), und Ferit Yikilmaz von der AfD sowie Monika Bauer, Gerrit Baars und Andrea Holst, Omas und Opa gegen Rechts. Foto: Frenzel

Hunderte von Sonnabend-Einkäuferinnen und -Einkäufern konnten es nicht übersehen: Die AfD ist offensichtlich auch in Wedel angekommen. Unter Deutschland-Flagge und blauem Sonnenschirm präsentierten rund fünf Fans der Partei die Thesen und Ziele der „Blauen“ an der Ecke Bahnhofstraße/Feldstraße. Kugelschreiber und Flaschenöffner gab’s auch.

Und es gab auch gleich die Gegenseite: Omas und Opas gegen Rechts besuchten die AfD-Aktiven und gaben contra in Gesprächen. Während aus der AfD-Gruppe lediglich zwei Personen in Wedel leben, stellten die Omas und Opas heraus, dem Wedeler Ortsverband ihrer Initiative anzugehören.

Deutschland-Flagge und blauer Sonnenschirm – der Stand der AfD in der Bahnhofstraße

Der Wedeler Ferit Yikilmaz bekannte seine Sympathien für die AfD. Sein Mit-Diskutant hingegen, ein AfD-Herr in Lodenjacke, mochte auch auf mehrfache Bitte von Wedel-Klartext seinen Namen nicht nennen. Er befürchte Vandalismus an seinem Auto. Die Omas und Opas gegen Rechts legten demgegenüber Transparenz an den Tag. Monika Bauer, Andrea Holst und Gerrit Baars, nicht nur Opa, sondern auch Mitglied der SPD-Ratsfraktion, traten in den deutlichen Diskurs.

Obwohl auch weniger sensible Beobachter wahrnehmen konnten, dass die Sympathien der beiden Gruppen füreinander ihre engen Grenzen haben, lief es doch allem Anschein nach zivilisiert-friedlich und argumentativ ab. Rede-Gegenrede und auch mal ein Griff zum Smartphone, um online gleich mal Belege für die eigegenen Ansichten herauszusuchen – was Diskutanten ebenso machen, um ihr Gegenüber zu überzeugen.

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