Nach Wedel-Klartext-Bericht über Hausschäden: Die Stadt handelt
Gebäudemanagement kündigt rasche Reparaturen und Neu-Organisation der Öllieferungen an.
19. Juni 2026
Jörg Frenzel

Stadtimmobilie Tinsdaler Weg 178-180 Frenzel
Ihr Ärger soll ein Ende haben, denn Handwerker sind beauftragt: die Bewohner des städtischen Gebäudes Orwa Aad (von links), Maik und Viola Wolf sowie Anne Marquardt. Foto: Frenzel
Es tut sich etwas – oder soll sich zumindest etwas tun – in puncto der Schäden an dem städtischen Wohnhaus Tinsdaler Weg 178-182. Maik Wolf und seine Mit-Mieterinnen und -Mieter freuen sich über Mails aus dem städtischen Gebäudemanagement. Die Verwaltungsabteilung setzt Handwerker in Marsch, um Schäden zu beheben und organisiert die Heizöl-Lieferungen neu.
Wedel-Klartext hatte über unhaltbare Zustände berichtet, die die Stadt als Vermieterin ihren Mietern zugemutet hatte: marode Außenwände, ausgefallene Öl-Lieferungen mit Heizungs-Stopp, Feuchtigkeit im Haus, Löcher in Zwischendecken… – Der Bericht hatte bei Politik und Bevölkerung in der „Stadt mit frischem Wind“ einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Nur wenige Klartext-Artikel waren von den Leserinnen und Lesern häufiger angeklickt worden.
Handlauf und Garagendach
Doch jetzt handelt die Stadt ganz offensichtlich. Schon „nächste Woche soll sowohl der Handlauf kontrolliert, ggf. nochmal instandgesetzt und der verputzte Bereich gestrichen werden, als auch das Garagendach in Angriff genommen werden“, lautete die frohe Botschaft aus dem Rathaus an die Mieter. Bei den Heizöllieferungen will die Stadt regelmäßige Nachlieferungen organisieren, und auch ein kürzerer Draht zu Handwerkern soll für Notfälle eingerichtet werden.
Unabhängig davon hatte Detlef Murphy, Ratsherr der LINKEN, dem Haus und den Mietern einen Besuch abgestattet, um sich persönlich ein Bild zu machen und mit den Betroffenen zu sprechen. Auch er sieht positiv, dass es nun vorangeht.
Das gilt zumindest beim Reparieren. Bei der städtischen Pressestelle hingegen sieht das anders aus. Wedel-Klartext wartet weiterhin auf die Beantwortung von Fragen bezüglich der Verhältnisse in und rund um die Immobilie. Die Fragen wurden am 11. Juni gestellt:
- Welche Nachbar-Grundstücke des Hauses 178-182 befinden sich noch im Besitz der Stadt?
- Warum gehören der Stadt diese Immobilien?
- Die Immobilien grenzen direkt an den BusinessPark Elbufer an. Warum wurden die Flächen nicht dem Gewerbegebiet zugeschlagen?
- Wie hoch sind die Unterhaltskosten pro Jahr?
- Wie hoch sind die Mieteinnahmen?
- Wie beurteilt die Stadt den baulichen Zustand insbesondere des Hauses 178-182?
- Welche Pläne gibt es seitens der Stadt, sich von ihren Gebäuden zu trennen?







