Mit Rotary die Welt erleben
Wedeler Club verabschiedete drei Mädchen in ihr spannendes Auslandsjahr. Sie werden elf Monate in Argentinien, Finnland und Kolumbien leben. Für das kommende Jahr sind noch Plätze frei.
2. August 2026
Uwe Heitmann

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Abschied für ein Jahr. Von links nach rechts: hinten: André Bade, Präsident Hans Wörmcke, Marion Franz, Roman Trembacz. Vorne: Ella Hönemann, Karoline Dennig und Amelie Bieger. Foto: Rotary Wedel
„Reisen ist tödlich für Vorurteile.“ So beschrieb der Schriftsteller Mark Twain einst die friedensstiftende Wirkung des Kennenlernens anderer Kulturen. Diese Einschätzung passt auch gut zur Philosophie des Jugendaustauschs, den der Rotary-Club weltweit praktiziert. Auch die Wedeler Rotarier entsenden seit vielen Jahren Jugendliche in andere Länder. Jetzt war es wieder so weit: Amelie Bieger und Karoline Dennig aus Wedel sowie Ella Hönemann aus Rissen wurden als „Outbounds“ in ihr Auslandsjahr verabschiedet.
Der „Rotary Youth Exchange“ ist das weltweit größte ehrenamtliche Austauschprogramm für Jugendliche. 1929 fanden erste Besuche statt, und seit 1975 machen auch deutsche Rotary-Clubs mit. Mehr als 20^.000 deutsche Jugendliche haben seitdem für bis zu elf Monate in einem von rund 100 teilnehmenden Ländern gelebt. Sie haben die jeweilige Sprache gelernt, Freundschaften geschlossen und große Schritte hin zur persönlichen Selbstständigkeit gemacht.
Die Mädchen werden in Gastfamilien leben
Das wollen auch Amelie, Karoline und Ella. Für die drei Mädchen geht es nach Argentinien, Finnland und Kolumbien, wo sie in Gastfamilien leben werden. Und weil der Austausch keine Einbahnstraße ist, werden auch die Wedeler Rotarier junge Gäste aus dem Ausland empfangen. „Wir erwarten einen Schüler aus der Ukraine und zwei Schülerinnen aus Argentinien und Taiwan“, sagt Rotary-Pressesprecherin Britta Wien-Hansen.
In elf Monaten werden die jungen Leute dann in ihre jeweilige Heimat zurückkehren – mit viel Erfahrung im Gepäck. Die Rückkehrer des Austauschs berichten regelmäßig von vielen neuen Freundschaften, von gewonnener interkultureller Kompetenz und der Fähigkeit, auch schwierige, neue Situationen zu meistern. Und sie sehen ihr eigenes Land plötzlich mit ganz anderen Augen. Sie erkennen Stärken, aber auch Schwächen, die sie erst durch den Blick aus der Ferne ausgemacht haben.
Für die Teilnahme muss man kein Clubmitglied sein
Für den Rotary-Club Wedel wird der Austausch federführend durch die beiden Jugenddienstbeauftragten André Bade und Roman Trembacz organisiert. Sie weisen darauf hin, dass es für das kommende Jahr noch die Möglichkeit gibt, am Programm teilzunehmen. Dazu müsse man nicht Mitglied im Club sein. „Die Voraussetzungen sind, dass man zwischen 15 und 18 Jahre alt ist und noch zur Schule geht“, teilt das Team mit. Anfragen können an wedel@rotary.de gestellt werden. Weitere Infos gibt es unter www.rotary-austausch.de







