Kinder willkommen! „Ich möchte Eltern Sicherheit geben“
Willkommensbesuche der Familienbildung jetzt auch in Wedel
21. Januar 2026
Wolf-Robert Danehl

Willkommensbesuche_danehl
Urte Brandt (v. l.) und Monja Buche von der Familienbildung Wedel besprechen den Lesebeutel, den alle Familien beim Willkommensbesuch erhalten.
Seit Anfang des Jahres können sich Wedeler Eltern über ein neues Angebot freuen: die sogenannten Willkommensbesuche. Familien mit Säuglingen werden, wenn sie es wünschen, von Urte Brandt besucht – einer erfahrenen Familienkinderkrankenschwester.
„Für viele Familien ist die Geburt eines Kindes, der Zuwachs in der Familie, eine sehr herausfordernde Zeit“, sagt Brandt. Ihre Besuche sind freiwillig, kostenfrei und sollen Familien frühzeitig entlasten.
Begleitung, die gut tut
Die Willkommensbesuche dauern etwa eine Stunde und sind mehr als nur ein Beratungstermin. „Wir wollen präventiv ein gesundes und sicheres Aufwachsen der Kinder und ein gutes Zusammenleben in der Familie fördern und sichern“, erklärt Brandt.
Sie gibt praktische Tipps rund um den Alltag mit Baby – etwa zum Stillen, zu einem guten Schlafrhythmus, zu häufigen Kinderkrankheiten oder der richtigen Babyausstattung. „Manchmal geht es einfach darum, zu wissen, wo man gute Second-Hand-Sachen bekommt“, sagt sie schmunzelnd.
Lotsin im Netzwerk der Frühen Hilfen
Außerdem gibt Brandt gerne ihre Erfahrungen weiter und informiert auch über regionale Angebote – vom offenen Babycafé der Familienbildung Wedel in der Bahnhofstraße, das wöchentlich öffnet, bis zu Eltern-Kind-Gruppen, Beratungsstellen und Kindertagesstätten. Sie hilft bei Bedarf, Kontakte herzustellen und gezielt Unterstützungsangebote zu vermitteln. Damit übernehmen die Willkommensbesuche eine wichtige Lotsenfunktion im Netzwerk der Frühen Hilfen im Kreis Pinneberg.

Viele Frauen kommen auch gerne mit ihren Säuglingen ins Babycafé, das Insa Siglow (l.), hier begleitet von Urte Brandt, leitet.
Als kleines Begrüßungsgeschenk bringt Urte Brandt außerdem den „Lesestart-Beutel“ mit. Er enthält Informationsmaterial, Broschüren und das erste Vorlesebuch. Diese Aktion wird gemeinsam mit dem Team der Stadtbücherei Wedel organisiert.
Unterstützt durch das Landesprogramm „Schutzengel“
Finanziert werden die Willkommensbesuche durch Mittel des Landesprogramms Schutzengel. Das Land trägt 80 Prozent der Kosten, der Kreis Pinneberg 20 Prozent.
Nach erfolgreichen Starts in Haseldorf, Haselau, Hetlingen, Holm und Schenefeld im Herbst 2025 ist Wedel nun der sechste Standort. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Einbindung der gesamten Familie – ganz selbstverständlich auch der Väter.
Willkommensbrief für alle jungen Familien
Demnächst sollen in Wedel zudem frischgebackene Eltern einen Willkommensbrief der Familienbildung erhalten. Darin wird das Angebot ausführlich vorgestellt, erklärt und mit den wichtigsten Kontaktadressen versehen – damit wirklich jede Familie frühzeitig vom Programm erfährt.
„Ich möchte das Zusammenleben erleichtern und den Eltern Sicherheit geben“, fasst Brandt zusammen. Ihre Besuche sind ein Angebot, das stärkt, Vertrauen schafft und Familien Mut macht, Unterstützung anzunehmen. Wer einen Willkommensbesuch annimmt, tut dies im besten Sinne für sich und seine Familie – denn die Verhaltenstipps und Informationen erleichtern den gemeinsamen Start in den Familienalltag.
Alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden sich online unter: www.familienbildung-wedel.de/willkommensbesuche. (Wolf-Robert Danehl)







