Holger Koschek ist der neue Wehrführer

Löschmeister folgt Hauptbrandmeister Michael Rein, der die Wehr 24 Jahre lang leitete

Published18. Februar 2026

AuthorJörg Frenzel

Große Aufgaben, die er lächelnd angeht: Am neuen Wehrführer wird unter anderem seine ruhig-freundliche Art geschätzt. Foto: Jens Buhr/Feuerwehr Wedel

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Große Aufgaben, die er lächelnd angeht: Am neuen Wehrführer wird unter anderem seine ruhig-freundliche Art geschätzt. Foto: Jens Buhr/Feuerwehr Wedel

Ein paar Lehrgänge müssen noch folgen, bis Löschmeister Holger Koschek sein neues Amt so richtig ausführen kann, doch ein guter Anfang ist gemacht. Die Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr hat ihn zum neuen Wehrführer gewählt. Holger Koschek folgt auf Hauptbrandmeister Michael Rein, der dieses Amt 24 Jahre lang innehatte.

Der 56 Jahre alte Unternehmensberater trat vor 22 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr bei. Außer in Einsätzen engagierte er sich auch auf der organisatorischen Ebene. Der gebürtige Bremer leitete bislang das Team Öffentlichkeitsarbeit und arbeitete auch im immer wichtiger werdenden Team EDV mit – sein Informatik-Studium ist beste Basis dafür.

Auch als Konfliktberater ist er aktiv, und zwar für den Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein. Zuhören können, Fairness, Empathie und eine ausgleichende Art – die Fähigkeiten, die Koschek für diesen Job braucht, werden ihm auch in der Wedeler Wehr helfen. Denn die alten Zeiten mit einer strengeren hierarchischen Führung sind vorbei. Zwar wird auch künftig nicht bei Einsätzen über Befehle von Vorgesetzen nicht diskutiert werden, sondern sie werden ausgeführt. Aber abseits der Notfälle ist eine verbindlichere Art gefordert, wie sie übrigens auch schon Michsel Rein an den Tag legte. Denn die rund 100 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen Wedels erledigen ihren harten und zeitaufwändigen Job freiwillig – da muss die Stimmung in der Truppe stimmen.

Dass er sich dieses Themas wohl bewusst ist, war schon in seiner Antrittsrede zu erkennen Klarheit, Transparenz und gute Kameradschaft sind laut Koschek die Basis, um die anstehenden Aufgaben gemeinsam erfolgreich bewältigen zu können. Es gebe viele hilfreiche Regeln und Prinzipien in der Feuerwehr, so Koschek – man müsse diese nur bekannter machen und konsequent leben. Mehr Transparenz soll nicht nur für Informationen gelten, sondern auch für getroffene Entscheidungen. Wenn der Nutzen klar sei, dann ließen sich Entscheidungen meist leichter akzeptieren, so Koschek. Der Begriff „Kameradschaft“ wird in Feuerwehrkreisen oft verwendet, aber selten erläutert. Der neue Wehrführer bot folgende Definition an: „Kameradschaft bedeutet, dass jede und jeder von uns hinter jeder und jedem von uns steht und sagt: ‚Ich bin da, wenn du Unterstützung und Hilfe brauchst.‘“

Jetzt muss die Ratsversammlung die Wahl noch bestätigen – denn ein Wehrführer ist Ehrenbeamter.(Jörg Frenzel mit Material der Feuerwehr Wedel)

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