Gerettet!

Feuerwehren aus Hamburg und Wedel sowie die Hamburger Polizei übten gemeinschaftlich Vermissten-Suche per Drohnen

Published15. August 2026

AuthorJörg Frenzel

Feuerwehr rettet bei Übung Mann aus dem Wasser in ein Boot

FW Pol Drohnenübung Elbe (3)(1)

Gutes Ende: Mit einer Spezialmatte wurde der "Verunfallte" an Bord eines Einsatzbootes gerollt.

Bootsunglück – zwei Menschen vermisst! Die Lage war ernst. Aber zum Glück nicht echt. Was sich am heutigen Sonnabendvormittag am Schulauer Hafen und auf der Elbe vor Hanskalbsand abspielte, war „nur“ eine Übung. Kräfte von Freiwilligen Feuerwehren aus Hamburg und Wedel sowie der Polizei Hamburg trainierten die Zusammenarbeit bei der Suche nach Verunglückten per Drohnen samt „Rettung“ der Gefundenen.

Polizist von hinten

Hier war klar, war zum Einsatz kam.

Rund 44 Mitglieder von Drohnen-Teams der Freiwilligen Feuerwehren Berliner Tor, Eimsbüttel, Wandsbek, Marienthal, Bille, Harburg und Altona samt Tom Kuhlmann und „seinen“ Drohnen-Expertinnen und Experten der Freiwilligen Feuerwehr Wedel  hatten gemeinsam die Aufgabe zu lösen, die ihnen von Hamburgs Feuerwehr-Landesbereichsführer Harald Burghardt und Christian Penack aus der Stabsabteilung der Verkehrsdirektion der Hamburger Polizei am Schulauer Hafen gestellt wurde: das Aufspüren von Opfern eines Bootsunfalls. Nach einer angenommenen Verpuffung waren zwei Personen über Bord gegangen.

vier propeller Drohne

Ein fliegendes Auge – Drohnen wie diese wurden eingesetzt.

Mehr als fünf Drohnen-Teams verteilten sich und ließen ihre Geräte aufsteigen. „Gruppe zwei bis fünf geht auf die Mole jenseits vom Kanal da“, ordnete Harald Burghardt an – wobei er mit „Kanal“ den Schulauer Hafen meinte. Keine Boote, viel Beton – da kann so eine Verwechslung wohl schon mal vorkommen…

Polizist Christian Penack und Feuerwehrmann Harald Burghardt leiteten den Einsatz – und achteten akribisch auf die Ausführung der Anweisungen.

Die Feuerwehrleute und Polizisten, deren Drohnen eigens in einem sicheren Spezialanhänger zu den Einsatzorten kutschiert werden, ließen ihre Geräte fliegen – und das effektiv!  Eigentlich sollten die Vermissten erst gegen 12.30 Uhr gefunden werden – doch schon um 12 hiefte die Crew eines Einsatzbootes die Opfer aus dem Wasser an Deck.

„Die Zusammenarbeit zwischen den Hamburger Wehren und der Freiwilligen Feuerwehr Wedel ist gut!“ stellte Landesbereichsführer Burghardt heraus. Es gebe zwar die Landesgrenzen und unterschiedliche Verantwortlichkeiten, aber technisch beispielweise bei den Funkfrequenzen laufe alles prima. Polizist Penack ergänzte trocken: „Wir kompensieren Landesgrenzen.“

Auf der Westmole jenseits des „Kanals“ hatte sich diverse Teams für die Starts postiert.

 

 

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