Feuerwehr mahnt: Vorsicht im Wald – Brände verhindern!

Mit neuen Löschrucksäcken im Einsatz und präventiver Aufklärung gegen Feuer in der Vegetation

Published10. Juli 2026

AuthorJörg Frenzel

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Nicht nur an heißen Tagen sind Regeln zu beachten. Foto: Deutscher Feierwehrverband

In einigen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns an der Tagesordnung – für Wedels Feuerwehr zum Glück eher selten: Waldbrände!  Damit das auch in den kommenden heißen Tagen so bleibt, rüsten die Retter nicht nur auf, sondern sie bitten die Bevölkerung um Vorsicht im sommer-dürren Wald und auch auf allen anderen Vegetationsflächen.

Da man mit einem Feuerwehr-Fahrzeug nur schwerlich ins Wald-Dickicht kommt und Wasserschläuche auch nicht unendlich lang sein können, waren bisher Feuer-Patschen die Lösung für Brände und Glut „mitten im Wald“. Die gehören zwar immer noch zur Ausstattung, doch  jetzt wurde ein weiteres Hilfsmittel angeschaft: Löschrucksäcke. „Ab sofort stehen acht neue Löschrucksäcke zur Verfügung, die speziell für den Einsatz bei Wald-, Wiesen- und Flächenbränden ausgelegt sind“, so Franzi Feuchtner aus dem Team Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr.

Bis zu 20 Liter Wasser fassen die Löschrucksäcke. Foto: Feuerwehr Wedel

Säcke mit 20 Litern Löschwasser

Mit einem Fassungsvermögen von 20 Litern Wasser eigneten sich die Löschrucksäcke insbesondere zur Bekämpfung von Glutnestern, kleineren Brandstellen und Entstehungsbränden in Wald-, Wiesen- und anderen Vegetationsflächen. So könnten Brände auch in unwegsamem Gelände effektiv eingedämmt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. „Angesichts zunehmender Trockenperioden und der damit verbundenen Vegetationsbrandgefahr stellen die Löschrucksäcke eine sinnvolle Ergänzung der vorhandenen Einsatzmittel dar und stärken die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr Wedel bei Vegetationsbränden.“

Die Feuerwehr Wedel bilanzierte in den vergangenen Jahren einen leichten Anstieg bei dieser Einsatzart. „Im Jahr 2024 hatten wir eine Einsatzmeldung zu Vegetationsbränden, im Jahr 2025 hatten wir drei, im laufenden Jahr 2026 hatten bisher auch schon drei Einsatzmeldungen. Hier sind auch Brände gemeldet die angemeldet waren, beispielsweise das Verbrennen von Gartengrün“, so Maximilian Hackl, Zugführer des Zug 2.

Regeln beachten

Beim Thema „Feuer“ ist es am besten, wenn es gar nicht erst ausbricht. Die Feuerwehr Wedel bittet daher um Beachtung, von Verhaltensregeln, die eigentlich jeder wissen sollte, aber die nicht alle befolgen:

  • Nur auf ausgewiesenen Parkplätzen parken
  • Rettungswege und Zufahrten freihalten
  • Nicht im Wald grillen oder Feuer machen
  • Nur ausgewiesene Grillplätze nutzen
  • Löschmittel zum Beispiel einen Eimer Wasser,  bereithalten und den Grill niemals unbeaufsichtigt lassen.

Denn als Hauptursache für das Waldbrandgeschehen könne gemäß den Daten der Waldbrandstatistik menschliches Handeln identifiziert werden – sofern eine Ursache ermittelbar ist. Die Feuerwehr erinnert in diesem Zusammenhang  an die Statistik des Umweltbundesamtes:  Fahrlässigkeit und Vorsatz – das heißt Brandstiftung – waren im Jahr 2024 für rund 45 Prozent der Waldbrände ursächlich. Bei den 152 im Jahr 2024 durch Fahrlässigkeit verursachten Bränden waren zu rund 58 Prozent das unvorsichtige Verhalten von Waldbesuchern, Campern oder Kindern die Auslöser.

 

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