Update: Sechs Stunden kämpft die Feuerwehr bei Trivium Packaging!

Großeinsatz der Wehren aus Wedel und Pinneberg beim Dosenhersteller an der Feldstraße

Published21. Juli 2026

AuthorJörg Frenzel

Feier Trivium juli 2026 (4)

Die Drehleiter im Einsatz: Zunächst löschte die Wedeler Wehr von außen. Foto: Frenzel

Der große Einsatz im Gewerbegebiet in Wedel ist glücklicherweise ohne Verletzte geblieben. Der Alarm aus der Brandmeldeanlage lief um 17.19 Uhr am Dienstag in der Rettungsleitstelle Elmshorn auf. Ausgelöst wurde er im Betriebsgebäude der Firma Trivium Packaging an der Wedeler Feldstraße. Wie ein Uhrwerk lief das weitere Geschehen ab. Die ersten Kräfte von Polizei, Rettungsdienst und der Freiwilligen Feuerwehren Wedel und Pinneberg trafen nur Minuten später am Einsatzort ein.

Da es sich um mehrere tausend Quadratmeter große Produktionshallen des Herstellers von Metalldosen handelte, ging die Einsatzleitung auf Nummer sicher. Rund 100 Einsatzkräfte mit fast zwei dutzend Fahrzeugen, darunter zwei Drehleitern, trafen nach und nach auf dem weitläufigen Gelände ein, um den Dachstuhlbrand zu bekämpfen. Die Einsatzleitung übernahm der stellvertretende Wehrführer aus Wedel, Sebastian Meisel.

In kurzen Abständen trafen immer mehr Fahrzeuge der Wehren ein.

Die etwa 20 Mann starke Belegschaft der Spätschicht hatte die Hallen längst verlassen, während sich die Feuerwehrleute an ihre Arbeit machten. „Bei der Erkundung nahmen die Einsatzkräfte zunächst Brandgeruch wahr“, heißt es in der Mitteilung des Kreisfeuerwehrverbandes. Wenig später entdeckten Einsatzkräfte unterhalb der Dachkonstruktion „eine Rauchentwicklung“, die sich „innerhalb kurzer Zeit zu einer starken Rauch- und Flammenentwicklung im Dachbereich ausweitete“.

Die Feuerwehr leitete umgehend einen Innenangriff ein und bereitete parallel die Brandbekämpfung über die Drehleiter vor. „Durch das koordinierte Vorgehen konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden“, teilte Torben Fehrs, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes mit.

Mit der Drohne wird der Einsatzort erkundet

Für die Nachlöscharbeiten kam unter anderem eine Feuerwehrdrohne zum Einsatz, um Glutnester zu lokalisieren und die Brandstelle fortlaufend zu beurteilen. Über
die Drehleiter wurde Einsatzkräften unter Atemschutz der Zugang zur Dachfläche ermöglicht. Dort schafften die Einsatzkräfte mit schwerem Gerät Abluftöffnungen geschaffen.

Anschließend entrauchten die Feuerwehrleute das Gebäude mit Überdruckbelüftern. „Aufgrund der verwinkelten Gebäudestruktur mit mehreren An- und Umbauten gestaltete sich dies zeitaufwendig“, erläuterte der Feuerwehrsprecher. Um alle Brandstellen und Glutnester erreichen zu können, musste das Dach im betroffenen Bereich umfangreich geöffnet werden.

DRK-Team übernimmt Versorgung der Brandschützer

Eine Gruppe des DRK-Ortsverbandes Wedel übernahm während der kräftezehrenden Arbeit, die größtenteils unter Atemschutz lief, die Getränkeversorgung der Einsatzkräfte. Auch Wedels Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Der Einsatz endete gegen 23 Uhr. Es folgte noch eine Nachbereitung in der Feuerwache.

Spezialisten der Kripo übernehmen die Suche nach der Brandursache. Verletzte gab es nicht. Offizielle Angaben zur Schadenshöhe liegen nicht vor. Nach unbestätigten Informationen von Wedel-Klartext soll die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle der Auslöser des Brandes gewesen sein. Von dort aus soll sich das Feuer in den Dachstuhl einer Halle gefressen haben.

Doch die Einsatzkräfte konnten das Schlimmste verhindern. Lesen Sie auch den Kommentar: Was für ein Bürgersinn!

Sicher ist sicher: Die Wehren und der Rettungsdienst waren in großer Stärke angerückt.

Dieser Bericht war informativ für Sie und hat Ihnen gefallen? Dann klicken Sie hier und unterstützen Sie Lokaljournalismus für Wedel und Umgebung.

ANZEIGE
ANZEIGE
Teilen Sie den Beitrag