Duschschlauch, Wolldecken, Plastikrohre: Fette Beute für die Müllsammler
World Cleanup Day: Freiwillige sammelten am Elbstrand Abfall ein - Spaziergänger bedankten sich
26. September 2026
Uwe Heitmann

Grüne clean(1)
Da kam ganz schön ws zusammen: Die GRÜNEN und ihr Sammelergebnis. Foto: pr
Gemeinsam anpacken, gemeinsam aufräumen: Rund 650.000 Menschen haben sich nach Angaben der Veranstalter bundesweit an den Aktionen rund um den „World Cleanup Day“ beteiligt. In knapp 3000 Städten und Gemeinden sammelten Helfer-Teams Müll ein und befreiten ihre Umgebung von Unrat. Deutscher Zentralort der Kampagne war Bonn – doch auch in Wedel wurde sauber gemacht: Auf Initiative der Grünen-Ortsgruppe füllten Freiwillige am Elbstrand ganze Säcke mit herumliegendem Abfall.
Und es gibt offenbar nichts, was nicht achtlos weggeworfen wird und schließlich die Umwelt belastet. „Ein Duschschlauch, Wolldecken und Plastikrohre“ seien ebenso dabei gewesen wie „massenweise Zigarettenkippen, Glasscherben oder Plastikmüll“, berichtete Grünen-Ortsvorsitzende Petra Kärgel. Die fleißigen Sammler verfrachteten den Müll in Säcke und brachten sie zur städtischen Müllsammelstelle.
Gutes Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun
Geld gab es für die Arbeit nicht, aber: „Richtig schön waren die wertschätzenden Dankeschöns von Spaziergängern“, freute sich Kärgel. Und es sei ein gutes Gefühl, gemeinsam mit tausenden anderen Menschen etwas für eine saubere und zukunftsfähige Welt getan zu haben.
Tatsächlich haben sich nach Angaben der Dachorganisation „Let‘s do it World“ rund um den Globus mehrere Millionen Menschen an den Aktionen am vergangenen Wochenende beteiligt. Die weltweite Hauptveranstaltung fand im chinesischen Shaoxing statt. Ihr Schwerpunkt: die Vermeidung von Lebensmittelabfällen.
Für Petra Kärgel und die Grünen ist klar, dass sie auch 2027 wieder an der Sammelaktion teilnehmen wollen. Nur eine spezielle Abfallsorte mochten die Helfer nicht entsorgen. „Das unendlich viele Klopapier in den Büschen haben wir liegen gelassen“, sagte sie und stellte die Frage: „Ist der Weg zur öffentlichen Toilette zu weit?“ Hier gebe es ganz offensichtlich ein Problem…







