Die Bombe – Erbe der Vergangenheit
So lief der Bombenangriff von 1944
8. Januar 2026
Jörg Frenzel

Raffinerie-40er-Jahre-Bombardierung-Maushake
Viele Kesselwagen wurden getroffen – Öl sickerte ein und verseuchte für Jahrzehnte den Boden. Foto: Maushake
Es war der 6. August 1944, als 72 US-Bomber den Tod vom Himmel regnen ließen. Ihr Ziel: Die Ölfabrik der Deutschen Vacuum Oel AG auf dem Wedeler Elbhochufer, wo sich heute der ElbeBusiness Park befindet. Innerhalb von wenigen Minuten vernichtete der Angriff mit rund 211 Sprengbomben von 500 Kilogramm und vier Luftminen die Ölfabrik zu drei Vierteln.
Der Angehörige des Werkschutzes Hermann Früchtenicht konnte danach nur tot aus den Trümmern der Zentrale geborgen werden. Der Matrose H. Heyen aus Ostrhauderfehn, dessen Schiff PETROLIAN im Hafen der Ölfabrik lag, verließ sein Schiff und wurde von Bombensplittern tödlich getroffen. Der Kapitän dieses Schiffs blieb hingegen an Bord und wurde nur leicht verletzt.
Ferner sollen drei, namentlich nicht bekannte französische Kriegsgefangene, zu den Opfern dieses Angriffs zählen.
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