Bombe war nur Flak-Munition

Kampfmittelräumdienst entschärfte Blindgänger souverän

Published14. Juli 2026

AuthorJörg Frenzel

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Klein, aber als Blindgänger nicht ungefährlich: die gesprengte Flak-Munition.

Nach einem „puff“ war alles gut. Was zunächst als Bombenfund bezeichnet wurde, entpupte sich am heutigen Dienstag am Wedeler Erlenweg 17 als Flak-Munition. Kampfmittel-Sondierer hatten auf einem neu zu bebauenden Grundstück gegen 11 Uhr etwas Auffälliges entdeckt – so auffällig, dass der Kampfmittelräumdienst der Landespolizei aus Kiel alarmiert wurde.

Nachbarn mussten ihre Häuser verlassen. Schutzpolizei, die Freiwillige Feuerwehr Wedel und der Rettungsdienst waren Ort. Und die Kampfmittelräumer taten ihren Job. Mit 40 Gramm formbarem Nitro-Sprengstoff hüllten sie die 3,7 cm Sprenggranate der Wehrmacht ein. Solche Geschosse waren im Weltkrieg mit den Flugabwehr-Kanonenmodellen 18, 36, 37 und 43 verfeuert worden.

Dann ging mit dem Relikt aus Deutschlands dunkelsten Zeiten alles problemlos ohne irgendeine Gefahr für Leib und Leben – und ohne Lärm zu Ende. Nur ein „puff“.

In Wedel standen im Krieg mehrere Flak-Batterien gegen alliierte Bomber, die hauptsächlich Hamburg als Ziel hatten. Das Foto des Stadtarchivs Wedel zeigt eine Stellung mit Flak-Helfer irgendwo in Schulau. Allerdings wurde aus dieser Kanone wohl größere Munition verschossen, als die jetzt entdeckte.

 

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