Cleverer Mitarbeiter der Stadtsparkasse vereitelt Millionenbetrug
Angestellter durchschaut die Tricks und führt die mutmaßlichen Kriminellen direkt in die Hände der Kripo
9. Februar 2026
Michael Rahn

PM Stadtsparkasse Wedel Versuchter Krediterlangungsbetrug in Millionenhöhe
Ein mutmaßliches Betrügerpärchen hatte sich die Stadtsparkasse Wedel für einen nichtgedeckten Kreditantrag in Millionenhöhe ausgesucht. Foto: Stadtsparkasse
Die Stadtsparkasse in Wedel wäre beinahe um 1,5 Millionen Euro geprellt worden. Doch ein aufmerksamer Mitarbeiter des Geldinstituts durchschaute den Betrug. Darüber hinaus lockte er in Absprache mit der Kriminalpolizei die mutmaßlichen Betrüger zum vermeintlichen Vertragsabschluss ins Kreditinstitut. Dort nahmen Ermittler einen Mann und eine Frau fest.
„Wir sind sehr stolz auf unseren Mitarbeiter, dessen aufmerksames und gewissenhaftes Handeln in dieser Angelegenheit maßgeblich dazu beigetragen hat, dass ein schwerer Betrug in Millionenhöhe verhindert werden konnte. In einer Zeit, in der Betrugsversuche immer raffinierter werden, zeigt dieses Beispiel, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben und den Blick für Details zu schärfen“, lobt Marc Cybulski, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wedel.
Angestellter der Sparkasse entdeckt „fast perfekt“ gefälschte Urkunden
Der bislang bekannte Ablauf des Geschehens: Am Freitag voriger Woche hatte ein 53 Jahre alter Hamburger österreichischer Natitionalität einen Kreditantrag in Höhe von 1,5 Millionen Euro gestellt. Er reichte dafür alle notwendigen Unterlagen im Vorwege ein. „Bei einer letzten Gegenprüfung eines Grundbucheintrags fielen dem zuständigen Bankmitarbeiter kurz vor Auszahlung des Kredits Unstimmigkeiten auf, wodurch er die vermeintlich richtigen Dokumente und Urkunden abermals überprüfte und als beinahe perfekte Fälschungen erkannte“, heißt es in der Mitteilung der Polizeidirektion Bad Segeberg.

Die mutmaßlichen Betrüger ließen sich widerstandslos festnehmen. Symbolfoto: pixabay
Daraufhin, es war kurz nach 16 Uhr, erstattete der Bankmitarbeiter Anzeige. In Abstimmung mit der Kriminalpolizei Pinneberg sorgte der Bankmitarbeiter unter einem Vorwand dafür, dass der 53-Jährige am Dienstag persönlich in der Bankfiliale erschien. Nachdem der Antragsteller und seine 24 Jahre alte Begleiterin vom Personal der Bank identifiziert worden waren, griff die Polizei zu. Beamte des Brennpunktdienstes Wedel nahmen die beiden Personen widerstandslos vorläufig fest und übergaben sie an die Kriminalpolizei Pinneberg.
Hausdurchsuchung bei den mutmaßlichen Betrügern
Im Anschluss durchsuchten Einsatzkräfte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft und des Amtsgerichts Itzehoe eine Wohnung in Hamburg und beschlagnahmten Beweismaterial. Die Ermittler entließen die Tatverdächtigen im Anschluss aus den polizeilichen Maßnahmen. Die Kriminalpolizei Pinneberg ermittelt jetzt gegen die beiden Personen wegen versuchten Betrugs und Urkundenfälschung.
In der Stadtsparkasse äußern sich die Verantwortlichen sehr zufrieden mit dem Ablauf des Betrugversuchs. Vorstandsmitglied Florian Graßhoff erläutert: „Wir legen größten Wert auf sichere und verlässliche Kreditprozesse. Unsere umfassenden Prüfverfahren und die regelmäßige Schulung unserer Mitarbeitenden ermöglichen es uns, Unregelmäßigkeiten schnell zu erkennen und unverzüglich zu handeln. Der Vorfall zeigt, dass unsere Sicherheitsmechanismen auch in komplexen Fällen zuverlässig greifen.“ (Michael Rahn/ots/Polizeidirektion Bad Segeberg)







