Alarm auf der Elbe: Feuerwehr und DLRG suchen Standup-Paddler
Echte Gefahr oder Fake-Notruf? Gefunden wurde wieder niemand.
20. Juni 2026
Jörg Frenzel

FW Elbe suche 20-06-2026 Frenzel)
Die Einsatzboote vor dem Hamburger Yachthafen - DLRG (vorn) und rechts die "Stadtpräsidentin Lüchau" der Wedeler Wehr. Foto: Frenzel
Mit fünf Einsatzbooten und einem Hubschrauber gingen am heutigen Sonnabend Feuerwehr Wedel und DLRG Wedel auf die Suche nach einem Standup-Paddler. Über Funk hatten DLRG und Revierzentrale Brunsbüttel gegen 14.15 Uhr einen Notruf empfangen: Ein Paddler soll im Wasser treiben, vor dem Hamburger Yachthafen – Menschenleben in Gefahr.
Wie in solchen Fällen üblich wurde Alarm ausgelöst, die DLRG rückte mit drei Booten aus, die Feuerwehr mit zweien. Ärgerlich: Die Aktionen am gleichtzeitig laufenden Tag der offenen Tür gerieten kräftig durcheinander – aber Rettung ist natürlich wichtiger als PR-Show.
Die Einsatzboote bildeten eine Suchkette und fuhren langsam vor Hanskalbsand elbauf. Auf der Luft suchte die Besatzung des Rettungshubschraubers. Etwa in Höhe Schulauer Hafen wendeten die Boote und suchten in Kette elbab bis Hetlingen – ohne Ergebnis. Gegen 16 Uhr wurde der Einsatz abgebrochen.
Nach Informationen von Wedel-Klartext ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Notruf einmal mehr ein Fake war. Seit Jahren werden immer wieder vermeintliche Notfälle über Funk gemeldet. Immer dreht es sich um Menschen im Wasser: mal ein abgetriebener Schwimmer am Strandbad, mal ein gekenterter Kajak-Fahrer. Verdächtig: Immer liegen Schauplätze in den abgesetzen Notrufen im Elb-Abschnitt im Raum Wedel.
Der Absender der Funknachrichten ist nicht zu identifizieren, da nur aufgeregt gesprochen wird und kein digitales Signal über die sogenannte MMSI-Taste herausgeht, die einzelnen Funkgeräten zugeordnet werden können – Maritime Mobile Service Identity.
Aber nicht nur auf dem Wasser hatte die Feuerwehr zu tun, sondern auch im Yachthafen. Fast zeitgleich mit dem mysteriösen Paddler, ging eine Meldung über einen Brand auf einem Sportboot ein. Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, hatten die Bootsbesitzer die Flammen selbst schon gelöscht. Sie hatte die Verpuffung heil überstanden.







