VINCORION SE – die Frankfurter Börse soll es sein
Es ist amtlich: Das Wedeler Technologieunternehmen plant den Börsengang noch fürs erste Halbjahr 2026
6. März 2026
Jörg Frenzel

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Auch an der Herstellung von Patriot-Systemen ist VINCORION beteiligt. Foto: Getty-Images
Der Knüller liest sich trocken: „VINCORION, ein führender Entwickler und Hersteller von Energie- und Mechatroniklösungen für Verteidigungsplattformen und fortschrittliche Luftfahrtsysteme, plant, vorbehaltlich der Marktbedingungen, einen Börsengang und eine Notierung im Regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse im ersten Halbjahr 2026.“

Kajetan von Mentzingen führt die Geschäfte des Unternehmens.
Mit dieser Medieninformation des Wedeler Technologie-Unternehmens ist jetzt detailliert, quasi amtlich, was die Firma wedel-klartext schon bereits grob bestätigte. Der Hauptaktionär STAR Holdings S.à r.l. („STAR Capital“) werde Anteile verkaufen, aber auch danach noch „bedeutender Aktionär“ bleiben. „Der angestrebte Streubesitz soll einen liquiden Markt für VINCORION-Aktien sicherstellen. Über einen Börsengang würde VINCORION direkten Zugang zu den Kapitalmärkten erhalten, die unternehmerische Flexibilität und Unabhängigkeit weiter stärken, das öffentliche Profil schärfen und sich zusätzliche Wachstumschancen erschließen“, so VINCORION.
Vorabzusagen für 105 Millionen Euro
Im Klartext: Es wird Geld für die Expansion eingesammelt. Erste Erfolge sind schon da: „Insgesamt haben die Cornerstone-Investoren Vorabzusagen in Höhe von insgesamt zirka 105 Millionen Euro abgegeben und erhalten im Gegenzug garantierte Zuteilungen.“ Wer jetzt Interesse hat, sein Aktiendepot durch VINCORION-Anteile zu ergänzen, sollte sich am besten an sein Geldinstitut wenden.
Das Unternehmen sieht sich offensichtlich gut gerüstet und attraktiv genug für einen Börsengang: Nach eigenen Angaben erzielte es 2025 einen Umsatz von rund 240 Millionen Euro. Die Firma mit Hauptsitz in Wedel verfüge über einen starken festen Auftragsbestand von rund 435 Millionen Euro, der zusammen mit zusätzlich erwarteten Aufträgen zu einem gesamten Auftragsbestand von rund 1,1 Milliarden Euro führe. Grund: „Das starke Wachstumsmomentum von VINCORION setzte sich im Geschäftsjahr 2025 fort und wurde von günstigen Marktbedingungen und anhaltend hoher Nachfrage in den Kernbereichen Verteidigung und Zivilschutz getragen.“

Der Standort an der Wedeler Industriestraße ist der Hauptsitz des Unternehmens.
VINCORION entwickelt und produziert „Energie- und Mechatroniklösungen für Verteidigungsplattformen und fortschrittliche Luftfahrtsysteme“. Konkret heißt das: Es werden Generatoren und Elektromotoren für unterschiedliche Einsatzgebiete hergestellt. Außerdem sind Stabilisierungssysteme für beispielsweise Kampfpanzer im Programm. Auch für Patriot-Luftabwehrsysteme liefert VINCORION Komponenten zu.
Wedel ist einer von drei Entwicklungs-, Fertigungs- und Wartungsstandorten. Insgesamt beschäftigt die Firma, die ihre Wurzeln in der ehemaligen AEG hat, rund 900 hochqualifizierte Mitarbeitende.
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