„Versorgungssicherheit ist gewährleistet“
Jörn Peter Maurer, Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel, beruhigt Erdgas-Verbraucher
20. Februar 2026
Jörg Frenzel

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Schön und energiereich bei der Verbrennung: Erdgas. In Wedel läuft's.
Das Russen-Gas fließt nicht mehr wie früher, die Füllstände der Erdgas-Speicher sinken – müssen wir bald alle frieren? Zumindest für Wedel soll das nicht der Fall sein. Jörn Peter Maurer, Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel, (Anzeige) gibt für ihr Versorgungsgebiet Entwarnung. „Unsere Kundinnen und Kunden müssen sich zum jetzigen Zeitpunkt keine Sorgen machen. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Zwar verfügen die Stadtwerke Wedel über keine eigenen Gasspeicherkapazitäten, über unsere langfristigen Lieferverträge haben wir jedoch die Einbindung in die robuste deutsche und europäische Speicher- und Importinfrastruktur abgesichert. Die laufenden Importe gleichen die sinkenden Speicherstände zumindest teilweise aus.“
Der Grund: Das Erdgas für Wedel sprudelt aus verschiedenen Quellen: Der Großteil, rund 43 Prozent, fließt per Pipeline aus Norwegen und den Niederlanden mit 24 Prozent. Weitere wichtige Säulen sind Importe über Belgien mit 21 Prozent sowie die LNG-Terminals mit zwölf Prozent, wie der kommunale Versorger mitteilte. Jörn Peter Maurer: „Für die Kundschaft der Stadtwerke Wedel bedeutet das konkret: Wir beschaffen das Gas vorausschauend bei verschiedenen Energiehändlern.“ Dabei folge man strengen internen Risikorichtlinien, um Preisschwankungen abzufedern.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jörn Peter Maurer stellt die Versorgungssicherheit heraus – mahnt aber auch, das Energiesparen nicht zu vernachlässigen.
Und so funktioniert es physikalisch: Das Gas strömt über das Fernleitungsnetz an die Übergabepunkte der Stadtwerke. „Von dort aus leiten wir es über unser lokales Verteilnetz sicher in die Haushalte in Wedel, Haseldorf, Haselau und Hetlingen.“ Und selbst wenn aufgrund der hohen Nachfrage die Großhandelspreise derzeit gestiegen seien, müssten sich die Kundinnen und Kunden auch darüber keine Gedanken machen, dass das zu Lasten ihres Kontos geht. „Dank unserer langfristigen Beschaffungsstrategie schlagen die aktuellen Preisspitzen vom Spotmarkt nicht auf die Erdgastarife durch“, erklärte der Geschäftsführer.
Nach Stadtwerke-Statistik verbrauchen Kundinnen und Kunden jenach Wohnungsgröße zwischen etwa 10.000 Kilowattstunden Erdgas pro Jahr bei einer Wohnungsgröße von 80 Quadratmetern und rund 30.000 Kilowattstunden für ein Einfamilienhaus. „Der Verbrauch variiert natürlich, weil der Zustand der Gebäude, wie beispielsweise die Dämmungen und die Qualität der Fenster, die Höhe des Verbrauchs stark beeinflusst“, so Jörn Peter Maurer.
Obwohl sich Kundinnen und Kunden keine Sorgen machen müssten, ihre Wohnungen mit einer Erdgas-Heizung warm zu bekommen, plädiert Jörn Peter Maurer für einen sparsamen Umgang mit Erdgas: „Das ist absolut sinnvoll. Berechnungen unseres Branchenverbandes zeigen, dass die Speicherfüllstände bei einem ungünstigen Verlauf mit langanhaltend niedrigen Temperaturen bis zum Ende des Winters auf unter zehn Prozent sinken könnten. Der Puffer ist also nicht groß. Außerdem bleibt ein sparsamer Umgang mit Energie aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründen in jedem Fall sinnvoll.“







