Nynomic AG – Rückkehr zu Wachstum plus neue Marktchancen
Wedeler Technologieunternehmen blickt positiv in die Zukunft.
6. Juli 2026
Jörg Frenzel

Nynomic Roboter kalibrieren
Zunächst einmal ist ein Roboter ziemlich dumm. Bevor er aktiv werden kann, muss er programmiert und kalibriert werden - mit Technik von Nynomic. Foto: pr
Die Besitzerinnen und Besitzer der 6.568.820 Aktien der Wedeler Nynomic AG erhielten von den Vorständen Fabian Peters und Maik Müller per Mail und persönlich auf der Hauptversammlung positiv stimmende Nachrichten. „Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2026 zeigen für die Nynomic AG eine erfreuliche und spürbar verbesserte Entwicklung“, so der Vorstand. Nach zwei herausfordernden Übergangsjahren sehe man klare Anzeichen dafür, dass die aus mittlerweile zehn Unternehmen bestehende Gruppe „wieder Schritt für Schritt auf einen nachhaltigen, profitablen Wachstumspfad zurückkehrt“. Gründe für die Zuversicht: ein starker Auftragsbestand, die zunehmende Nachfrage auf wichtigen strategischen Zukunftsfeldern sowie die verbesserte operative Profitabilität.
Effizienzprogramm
Einen wesentlichen Beitrag zur verbesserten Ausgangslage habe das Effizienzprogramm NyFIT2025 geleistet. „Im Rahmen dieses Programms haben wir unsere Konzernstruktur angepasst, Prozesse optimiert und die Kostenbasis deutlich gesenkt. Die Nynomic Gruppe ist dadurch schlanker, effizienter und zugleich operativ gestärkt aufgestellt“, so Peters. Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten an weltweit 18 Standorten rund 93 Millionen Euro Umsatz – fürs laufende Jahr werden zwischen 100 und 105 Millionen Euro angepeilt. Das Unternehmen dürfte damit zu den wichtigsten Betrieben in der Stadt gehören.

Die Vorstände Fabian Peters (links) und Maik Müller führen die Nynomic-Gruppe.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im großen Nynomic-Team, das zu rund 30 Prozent aus Ingenieuren und Naturwissenschaftlern besteht, sind Experten für „permanente, berührungslose und zerstörungsfreie optische Messtechnik auf Basis spektraler Sensorik“. Stark vereinfacht formuliert: Die Nynomic-Geräte können mit Licht unterschiedlichste Dinge messen – deshalb auch: „The Photonics Company“, denn Lichtteilchen werden Photonen genannt. Diese Technologie kommt in der Landwirtschaft ebenso zum Einsatz wie in Bio-Wissenschaften, bei der Automation von medizinischen Laboren, bei der Qualitätskontrolle in der Produktion von Halbleitern und vielen Anwendungen mehr.
Kalibrierung von Robotern
Zunehmen dürfte der Einsatz von Nynomic-Produkten in der „geometrischen Kalibrierung für die Roboterfertigung“. Was verbirgt sich dahinter? Damit Roboter ihre unterschiedlichsten Aufgaben erledigen können, müssen ihre Sensoren funktionieren. Denn eine Maschine ist nutzlos, wenn sie „danebengreift“. Um das zu verhindern, müssen ihre Sensoren eingestellt – kalibriert – werden. Und hier kommt Nynomic-Technik ins Spiel. Das Unternehmen baut Produkte für die optische Kalibrierung von Multisensorsystemen, wie sie beispielsweise bei selbstfahrenden Autos eingesetzt werden. Verkürzt gesagt: Nynomic hilft, dass selbstfahrende Autos keine Unfälle bauen.
Und diese Technik kann auf vielen Feldern zum Einsatz kommen. Der Vorstand beschreibt es so: „Die smarten Photonik-Lösungen lassen sich auf verschiedene Anwendungsbereiche skalieren und ermöglichen durch ihre hohe Adaptierbarkeit an kundenspezifische Prozesse erhebliche Effizienzsteigerungen sowie einen hohen Kundennutzen.“ Das schafft Zuversicht fürs weitere Prosperieren der Wedeler Technologie-Schmiede.
Allein: Die Aktionäre können lediglich von einer positiven Kursentwicklung an der Börse profitieren. Denn Dividenden werden nicht ausgeschüttet: „Der gesamte Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2025 in Höhe von 37.756.700,49 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.“






