FDP: Wie geht es weiter mit dem Gründerzentrum?

Liberale aus dem Kreistag informierten sich an der Fachhochschule Wedel bei Professor Eike Harms

Published26. März 2026

AuthorJörg Frenzel

Klärendes Gespräch: Olaf Klampe, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag (von links), Prof. Dr Eike Harms, Leiter der FH-Wedel, Stephan Koch und Wolfgang Pipping Vize-Vorsitzender des Kreis-Finanzausschusses.

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Klärendes Gespräch: Olaf Klampe, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag (von links), Prof. Dr Eike Harms, Leiter der FH-Wedel, Stephan Koch und Wolfgang Pipping Vize-Vorsitzender des Kreis-Finanzausschusses.

Weil in der FDP-Kreistagsfraktion erhebliche Fragen zum geplanten Gründer- und Technologiezentrum (GTZ)in Wedel aufgetreten waren, machten sich die Liberalen Olaf Klampe, der zugleich Vorsitzender der Kreistagsfraktion ist, Wolfgang Pipping, der stellvertretende Vorsitzende des Kreis-Finanzausschusses, und Stephan Koch, Wedels FDP-Vorsitzender und Kreistagsmitglied, kurzerhand zu Professor Eike Harms an die Fachhochschule Wedel auf, dessen Institution ein gewichtiges Argument für Wedel, das Projekt der Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg an die Elbe zu holen.

Erhöhte Kosten

Nach Angaben der FDP trifft das Vorhaben im Fachausschuss Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr  (WRV) des Kreistags zur Zeit auf Widerstand und Bedenken trifft. „Der Ausschuss stößt sich an der Verdoppelung der Kosten, die im einleitenden Kreistagsbeschluss bewilligt worden waren. Zudem hat er im November 2025, immerhin fünf Jahre nach Aufstellungsbeschluss, erstmals etwas von einem laufenden und zu deckendem Defizit gehört“, so Olaf Klampe. Zunächst war nur von einmalig fünf Millionen Euro die Rede gewesen. Die Stadt Wedel will ein Grundstück im BusinessPark Elbufer einbringen.

„Die FH Wedel betreibt mit ihrem Projekt „Startup-Bridge“ seit langem bereits ein erfolgreiches Gründungszentrum, das sie gerne mit dem kreiseigenen Vorhaben verschmelzen würde. Das ist im WRV zwar auch bekannt, wurde aber in allen Präsentationen derart wolkig gehalten, dass der WRV im Grunde nicht weiß, worin eine Kooperation mit der FH Wedel überhaupt bestehen würde“ erläuterte Stephan Koch.

Effizienter arbeiten

Nun nach dem Gespräch mit Professor Harms habe man das System der FH Wedel verstanden und werde versuchen, das System in den Kreis zu tragen, unter anderem auch in die WEP. Die FH betreue die Gründer in kleinen Schritten gemäß ihres Fortschritts und gliedere sie dann ab einer gewissen Größe aus ihrem System aus. „Dabei ensteht ein wesentlich kleinerer Flächen- und Personalbedarf. Außerdem klärt es die Frage, woher die Gründer für ein dreistöckiges Zentrum im Business-Park eigentlich herkommen sollen“, so Koch. Ihm und seiner Fraktion gehe es darum, das Projekt in eine schlankere Form zu überführen, die im angedachten Finanzrahmen bleibt und am Ende sogar noch effizienter sein könnte.

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