Fachhochschule Wedel macht Druck beim Gründerzentrum
FH stößt mit bestehenden Strukturen an ihre Grenzen - GTZ "notwendiger nächster Schritt"
20. März 2026
Jörg Frenzel

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Ein Bild aus dem Programm der Firma • Immerzed. Das von Studenten der FH Wedel gegründete Unternehmenbeschäftigt sich mit Virtual Reality zur Ausbildung von Rettungskräften.
Am 28. Februar 2023 – also vor ziemlich genau drei Jahren – beschloss der Kreistag, dass Wedel der Standort eines geplanten Gründungs- und Technologiezentrums (GTZ) sein soll. Passiert ist seitdem nicht viel Offensichtliches. Ein Konzept der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP) wurde erarbeitet. Wedel bekundete, ein Grundstück zur Verfügung stellen zu wollen. Das war es dann auch so im Großen und Ganzen, jedenfalls gibt es dieses Institution immer noch nicht.
Jetzt macht die Fachhochschule Wedel Druck. Die Einrichtung war ein wichtiges Plus Wedels, um den Zuschlag für das Zentrum des Kreises zu erhalten. Unter der Überschrift „Gründungskultur stärken, Innovation sichern: Warum Wedel jetzt ein Gründungs- und Technologiezentrum braucht“ äußert sich die ansonsten eher hanseatisch zurückhaltende private Fachhochschule zum Stillstand des Projektes und schlägt Alarm.
FH: Kaum noch Kapazitäten für neue Startups
Der Grund: Ihr hauseigenes Gründerprojekt Startup Bridge hat kaum Kapazitäten mehr. „So erfolgreich die bisherigen Gründungen sind – die bestehenden Strukturen stoßen zunehmend an ihre Grenzen“, heißt es in der Mitteilung der Hochschule.
Genau hier setze das geplante GTZ an. Denn: „Für die Fachhochschule Wedel ist die Entwicklung eindeutig: Das Gründungs- und Technologiezentrum ist kein optionales Projekt, sondern ein notwendiger nächster Schritt. Wedel hat bereits bewiesen, dass hier erfolgreiche Startups entstehen. Mit dem GTZ kann daraus ein noch stärkerer Innovationsstandort werden – mit Strahlkraft weit über die Region hinaus.“
„Etablierte Gründungskultur an der FH Wedel“
Wedel sieht die FH nach wie vor als ideales Umfeld. „Der geplante Standort im Business Park am Elbufer unterstreicht dabei den Anspruch, Innovation sichtbar und zugänglich zu machen. Die Entscheidung für Wedel ist folgerichtig: Die Nähe zu Hamburg, die starke regionale Wirtschaft und die etablierte Gründungskultur an der Fachhochschule Wedel bilden bereits heute ein tragfähiges Fundament“, so die FH.
Die FH erinnert daran: Das Zentrum solle nicht nur Räume bieten, sondern vor allem ein Ökosystem schaffen: bessere Vernetzung zwischen Startups, Mittelstand und Industrie plus gezielte Förderung von Wachstumsphasen plus Zugang zu Infrastruktur, Coaching und Kapital plus interdisziplinäre Zusammenarbeit über Fachbereiche hinweg.
„In Wedel entstehen Lösungen“
„Die Fachhochschule Wedel steht seit Jahrzehnten für eine außergewöhnlich starke Gründungskultur. Zahlreiche erfolgreiche Startups sind hier entstanden – ein Beleg dafür, wie praxisnahe Ausbildung, unternehmerisches Denken und enge Verzahnung mit der Wirtschaft Innovation fördern können. Mit dem geplanten Gründungs- und Technologiezentrum Wedel bietet sich nun die Chance, diese Erfolgsgeschichte konsequent weiterzuschreiben. Aus Sicht der Hochschule ist klar: Um Gründungen auch künftig auf hohem Niveau voranzutreiben, profitiert Wedel von dieser zusätzlichen Infrastruktur“, stellt die FH heraus .
Dabei sei die Gründungsdynamik in Wedel kein Zufall. Initiativen wie die „Startup Bridge“ sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Lehrenden und Unternehmen brächten ein Umfeld, in dem Ideen frühzeitig zur Anwendung gebracht werden. Diverse Beispiele zeigten: „In Wedel entstehen Lösungen für reale Herausforderungen – technologisch innovativ und gesellschaftlich relevant.“







