Einsturzgefahr! Stadtwerke bauen neues Lager und Werkstatt

Abriss der alten Immobilie an der Werkstraße beginnt im Februar

Published28. Januar 2026

AuthorMichael Rahn

3 personen vor altem Haus

STW Neubau Werkhalle Moeller Fricke Hellwig quer

Sie betreuen für die Stadtwerke Wedel das Projekt „Neubau Werkhalle“: Christian Möller (Bereichsleiter Technik und Netze, von links), Agnes Fricke (Leitung Stabsstelle Recht, Personal & IKS) und Hartmut Hellwig (Mitarbeiter Technik und Netze) vor dem alten Gebäude.

Der Bau-Experte war deutlich: „dringender und akuter Handlungsbedarf“ – den hatte er festgestellt, nachdem er bei einer routinemäßigen Prüfung das Lager- und Werkstattgebäude der Stadtwerke Wedel in der Werkstraße untersucht hatte. Die Dachkonstruktion des Baus aus dem Jahr 1957 ist mittlerweile derart mürbe, dass Gefahr bei erhöhten Lasten entstehen kann,  insbesondere durch Schneeverwehung. „Als Konsequenz mussten wir in den vergangenen Wintern bei Schneefall den betroffenen Gebäudeteil aus Sicherheitsgründen für unsere Mitarbeitenden sperren, was unsere betrieblichen Abläufe stark beeinträchtigt hat“, so Agnes Fricke. Sie ist bei den Stadtwerken die Projektleiterin für den Neubau, der ab Anfang Februar mit dem Abriss des Altbaus seinen Anfang nehmen wird

Das kommunale Versorgungsunternehmen investiert nun rund 2,4 Millionen Euro für einen Neubau an gleicher Stelle. Der neue, eingeschossige Funktionsbau wird eine Gesamtfläche von 1045 Quadratmetern haben. „Das Herzstück des Neubaus wird eine neue, spezielle Ausbildungswerkstatt sein, um unsere zukünftigen Auszubildenden optimal zu fördern und dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen.“, sagt Agnes Fricke. Auch Lagerflächen sind integriert. Die Fassade des Neubaus werde optisch an den vor einigen Jahren errichteten Bürogebäudekomplex angepasst, um ein einheitliches und modernes Gesamtbild auf dem Betriebsgelände zu erzielen.

Neubau bekommt Gründach mit Photovoltaik

Die Stadtwerke setzen dabei auf Nachhaltigkeit gedacht. Das Gebäude selbst wird den aktuellen energetischen Standards entsprechen. Es bekommt ein rund 1100 Quadratmeter großes Gründach und eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 130 Kilowatt zur Erzeugung von grünem Strom.

Die Stadtwerke hätten das Geld sicherlich lieber  anders ausgegeben. „Angesichts der hohen Investitionen, die die Energiewende erfordert, fiel die Entscheidung zunächst nicht leicht“, teilte das Unternehmen mit. Aber: Wat mutt, dat mutt.

Nicht genügend Platz für kombinierten Neubau mit Bauhof

Um möglichst effizient zu bauen, sei im Rahmen der Planungen überlegt worden, ob man mit dem städtischen Bauhof gemeinsame Sache machen könnte und eine kombinierte Werkhof-Bauhof-Lösung auf den Weg bringt. Agnes Fricke „Diese Option war jedoch nicht realisierbar, da allein der städtische Bauhof einen Flächenbedarf von rund 10.000 Quadratmetern hat. Dies entspricht der Gesamtfläche unseres Grundstücks in der Werkstraße 12, weshalb für ein gemeinsames Vorhaben schlichtweg kein Platz war.“

Eine Sanierung des Baus aus dem Jahr 1957 war wirtschaftlich nicht vertretbar. Nun liegt die Genehmigung für einen Neubau vor. Für die Bauzeit wurden Lagerhallen auf angrenzenden Grundstücken angemietet – der Umzug läuft bereits auf Hochtouren. Ein Großteil des Lagermaterials und der Werkbänke wurden trotz des winterlichen Wetters schon verlagert. Jetzt folgt der Abriss, der etwa vier bis sechs Wochen dauern wird. (Michael Rahn)

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