Die ersten Wände stehen schon
Stadtwerke Wedel kommen bei Neubau von Lager und Werkstatt gut voran.
7. Juli 2026
Jörg Frenzel

Stadtwerke Neubau Frenzel
Arbeiten bestens zusammen Das Stadtwerke Bauteam mit Christian Möller (Bereichsleiter Technik und Netze, von links), Agnes Fricke (Leitung Stabsstelle Recht, Personal & IKS) und Hartmut Hellwig (Mitarbeiter Technik und Netze) und Polier Sven Horstmann von der Firma Gebrüder Schütt mit ökologischem Baumaterial.
Zufriedenheit bei den Stadtwerken Wedel: Weder Frost noch alte Fundamente konnten den Neubau des neuen Lager- und Werkstattgebäudes stoppen. „Wir liegen gut in unseren Zeit- und Kostenplanungen“, bilanziert Agnes Fricke, bei den Stadtwerken Leiterin des Projektes. Wenn alles so weiterlaufe, werde der Kostenrahmen von 2,4 Millionen Euro nicht überschritten und noch in diesem Jahr die neue „Technik-Zentrale“ an der Werkstraße bezogen werden können.
Teurer Abriss
Noch vor wenigen Monaten hatte es nicht so rosig ausgesehen. Der lange, harte Winter verzögerte die Bauarbeiten. Und zu allem Überfluss fanden die Bauarbeiter dann auch noch uralte Fundamente. Die mussten dringend entfernt werden, bevor es weitergehen konnte. Es waren „Hinterlassenschaften“ der Strumpffabrik Wieschebrink. Die Firma hatte an dieser Stelle in den 50er-Jahren top-moderne Nylons mit Naht produzierte. Die Ruinen im Erdboden bestanden unter anderem aus einer doppelten Betonplatte. Die teure Konsequenz: Die Abrisskosten verdoppelten sich dadurch.
Doch Agnes Fricke und ihre Kollegen Christian Möller (Bereichsleiter Technik und Netze) sowie Hartmut Hellwig (Mitarbeiter Technik und Netze) tüftelten gemeinsam Lösungen aus, wo Ausgaben gespart und gestreckt werden können – und hatten vorsorglich auch einen kleinen Puffer für Überraschendes eingeplant.So wird sich nach Angaben des Unternehmens die Sache im (finanziellen) Rahmen halten.
Ausbildungswerkstatt
Der Neubau wurde notwendig, nachdem in der Dachkonstruktion des alten Baus aus dem Jahr 1957 so starke Mängel entdeckt worden waren. Ein Weiterbetrieb des Gebäudes war damit unmöglich geworden. Jetzt entsteht nach Mitteilung des Unternehmens ein eingeschossiger Funktionsbau mit einer Gesamtfläche von 1045 Quadratmetern. Auf dem Gebäude in Holzständerbauweise wird ein Gründach den Regen abhalten und eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 130 Kilowatt grünen Strom erzeugen. „Der Bau wird viel mehr als allein Lagerflächen und „normale“ Werkstätten bieten, nämlich auch eine neue, spezielle Ausbildungswerkstatt, damit zukünftige Azubis beste Bedingungen haben“, so das Unternehmen. Der Ansatz der Stadtwerke dabei: verstärkt selbst ausbilden und sich so die dringend benötigten Fachkräfte sichern.
Vor diesem Hintergrund weisen die Stadtwerke darauf hin, dass die Bewerbungsrunde 2027 schon begonnen hat. Wer Interesse an einer Ausbildung beispielsweise zum Energieanlagenelektroniker (m/w/d) hat, kann seine Unterlagen einsenden.






