100 Jahre Secumar – Was für ein Jubiläum!

180 Gäste - viele Infos - und eine blendende Stimmung

Published4. September 2026

AuthorJörg Frenzel

Sec Fuchs

Hallo aus der Arktis - und herzlichen Glückwunsch! Forscher Arved Fuchs hatte Benjamin Bernhardt eine Grußbotschaft über Satellit zukommen lassen.

Ein legendärer Ministerpräsident als prominenter Überraschungsgast, ein weltbekannter Polarforscher, der extra per Film aus der Arktis grüßt, der Chef eines der wichtigsten Unternehmen Schleswig-Holsteins, der gemeinsame Unternehmer-Zeiten revue passieren lässt – mehr geht nicht auf einer Firmen-Jubiläumsfeier! Und genau das passierte am heutigen Freitag bei der Feier zum 100jährigen Bestehen des Unternehmens Bernhardt Apparatebau in Holm, die für alle Welt Rettungswesten unter dem Namen Secumar herstellt.

Rund 180 Gäste aus zwölf Ländern folgten der Einladung der Geschäftsführer Jan-Ulrich und Benjamin Bernhardt zur Betriebsstätte. Sie kamen von Zulieferern, Kunden und Wettbewerbern, aus der Politik, Kulturszene und der Holmer Nachbarschaft, von Feuerwehr und Rettungsdiensten und der Bundeswehr, von Vereinen und Verbänden –  und zu den Gratulanten gehörten eben auch Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Lübecker Dräger-Werke, der unvergessene Ministerpräsident a.D. Peter Harry Carstensen, den der Landtagsabgeordntete Martin Balasus mal eben telefonisch von einem Wahlkampfstand in Uetersen weg-schanghait hatte und Polarforscher Arved Fuchs, der von seiner „Dagmar Aean“ vor Nova Scotia ein Video geschickt hatte

Alle feiern Secumar! Von links: Martin Balasus, CDU-Landtagsabgeordneter und „Entführer“ von Ministerpräsident a.D. Peter-Harry Carstensen, Benjamin und Jan Ulrich Bernhardt, Unternehmer Stefan Dräger und CDU-Mdb Daniel Kölbl.

Eine bunte Mischung inklusive auch der SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck und des CDU-Bundestagsabgeordneten Daniel Kölbl also hörte die kleine tour d’horizon durch die Firmengeschichte, die Benjamin Bernhardt erzählte. Angefangen bei Ur-Opa Karl, dem verhinderten Opernsänger, der Klempner werden musste – und den Grundstein der Firma mit Tauch-Apparaten legte. Weiter ging’s mit dem Opa Jost, der nach der Kapitulation 1945 clever Rettungswesten der geschlagenen Kriegsmarine organisierte und an Norwegen verkaufte und – als so nichts mehr ging – kurzerhand eine eigene Fertigung anschob. Und mit Vater Jan-Ulrich, der eine eher manufakturartig konzipierte Fertigung in einen industriellen Stil transformierte. Und der die große und immer weiter wachsende Ansiedlung in Holm umsetzte, weil der vorherige Standort Wedel über Jahre nicht in der Lage war, den Wünschen des prosperierenden Betriebes nach einem Grundstück nachzukommen.

Volle Hütte: Die 180 Gäste reisten aus ganz Deutschland und zwölf anderen Staaten an.

170 Beschäftigte sind nach den Worten Benjamin Bernhardts nun in Holm aktiv und bauen Rettungswesten für Sport- und Berufsschiffahrt und das Militär. Und Secumar möchte weiter expandieren, sucht Flächen und der ebenfalls anwesende Holmer Bürgermeister Uwe Hüttner hörte lächelnd zu. Benjamin Bernhardt schilderte, was das Unternehmen ausmacht: der unbedingte Wille zur Qualität und deshalb eine hohe Fertigungstiefe im eigenen Hause, damit man alles unter Kontrolle hat. Und so kommt zustande, dass er Bilder von Menschen mit Secumar-Rettungswesten zeigen konnte, deren Ertrinken weltweit Schlagzeilen machen würde: Nicole Kidman, Prinz William von Großbritannien und König Frederik von Dänemark.

Festredner Stefan Dräger zog Parallelen zu der Geschichte seines Familienunternehmens und verriet noch einmal das offene Geheimnis, dass es selbst einmal an Secumar beteiligt war – jetzt arbeite man in vielen Projekten zusammen. Und Peter Harry Carstensen glänzte einmal mehr mit seiner Gabe, aus dem Stand heraus fürHeiterkeit zu sorgen: „Ich kenne beide Unternehmen. Dräger mag ich nicht ganz so sehr, weil die Geräte machen, in die man bei der Polizei pusten muss. Und ich hatte doch als MP der Polizei das Weihnachtsgeld gestrichen… Secumar mag ich lieber, weil die mir mal eine Rettungsweste geliehen haben.“

Am Vormittag wirkten diese vier freundlichen Secumar-Damen und ihre Kolleginnen und Kollegen noch am gelungenen Empfang mit – und abends ginng’s für alle auf die  Belegschafts-Party!

Im Anschluss war Gelegenheit, Rundgänge durch die Produktion und das weltweit einzige Rettungswesten-Museum zu machen – und zu schnacken. Das Secumar-Team begleitete alle Gäste dabei – sie werden es heute Abend gemeinsam mit ihren Chefs auf einer Fete so richtig krachen lassen.

 

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