Köche und Kellnerinnen
16. April 2026
Jörg Frenzel
Kommentar zu „Reepschlägerhaus: Politik zerpflückt Verwaltungspläne“
Ein dickes „Dankeschön!“ an alle Kommunalpolitikerinnen und -politiker aus dem Kulturausschuss. Denn sie haben das Reepschlägerhaus erst einmal vor den schrägen Fantastereien der städtischen Bediensteten gerettet. Wobei „schräge“ eigentlich noch eine höfliche Bezeichnung für den Vorschlag ist, das einzigartige Gebäude allen Wedelerinnen und Wedeler zu entziehen, um dort Edel-Ambiente-Büros für Verwaltungsfachangestellte einzurichten.
Das „Dankeschön“ gilt nicht nur konkret für diesen Einzelfall, sondern hat auch eine Meta-Ebene: Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter haben hier deutlich aufgezeigt, wer in dieser Stadt die Köche und wer die Kellnerinnen sind.
Und zumindest eine von ihnen ist offensichtlich in ihrem Job deutlich überfordert. Wenn Claudia Broekhuis, immerhin „Fachbereichsleiterin Fachbereich 2 – Bauen und Umwelt“, noch nicht einmal weiß, welches Konzept des Fördervereins sie gelesen hat, und ohne Gespür für die Zusammenhänge in dieser Stadt einen derartigen „Beschlussvorschlag“ in einen Ausschuss von engagierten Menschen einbringt, die sich ehrenamtlich um das Wohl der Stadt sorgen, dann hat das mit Arbeit von „Experten/Expertinnen“ eher nicht viel zu tun.
Auf jeden Fall kann man dieses Malheur als schlimmer werten, als wenn einer Kellnerin mal ein Tablett mit Gläsern entgleitet.


