„So jung, so viel Musikgefühl und schon so gut“
Applaus ohne Ende für das "Tovesco Trio" und sein Konzert bei ars secumaris
12. Mai 2026
Assia Tschernookoff

Tovesco Trio secumaris Tschnernookoff (2)
Die drei jungen Musiker spielten mit großer Leidenschaft. Ihrem Konzert zuzuhören, war die reine Freude. Foto: Tschernookoff
Seit 21 Jahren überrascht der Holmer Unternehmer Jan-Ulrich Bernhardt immer wieder von Neuem mit außergewöhnlichen Konzerten und Bildergalerien, die in den Räumlichkeiten seiner Firma Bernhardt Apparatebau stattfinden. Das Frühjahrskonzert des „Tovesco Trio“ übertraf alle bisherigen Veranstaltungen. Denn wie der Gastgeber – erst ganz zum Schluss! – verriet, war es zugleich die Generalprobe für den Auftritt der drei sympathischen und begabten Musiker in der Elbphilharmonie am 7. Juli. Mit „Echoes of Folk“ erlebte das Holmer Publikum exakt dasselbe mit großer Leidenschaft und Perfektion vorgetragene Programm, das es mit großem Applaus und ganz viel Lob im Gästebuch belohnte. Jutta Urban aus Wedel zum Beispiel schrieb: „So jung, so viel Musikgefühl und schon so gut.“
Volksmusik aus unterschiedlichen Kulturen
Die drei Künstler sind zwischen 25 und 28 Jahre jung und sammelten bereits viele Auszeichnungen und Preise. Aktuell ist das Tovesco Trio Stipendiat des Jeunesses Musicales International Chamber Music Campus und wird von der Deutschen Stiftung Musikleben sowie im Rahmen des #MusikerZukunft Stipendienprogramms der Deutschen Orchesterstiftung gefördert. Kennengelernt haben sie sich die drei vor fünf Jahren an der Musikhochschule Hamburg. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern: Veronika Rädler (Violine) ist Deutsche, Tatu Kauppinen (Violoncello) ist gebürtiger Finne, und Francesco Maccarrone (Klavier) ist in Frankreich beheimatet.

Jan-Ulrich Bernhardt (von links) bot mit dem „Tovesco Trio“ Musik der Extraklasse: Francesco Maccarrone, Veronika Rädler und Tatu Kauppinen.
„Wir verstehen uns untereinander sehr gut und haben einen ähnlichen musikalischen Geschmack“, erklärt Rädler, „wir möchten vor allem den jungen Leuten klassische Musik näher bringen, denn sie sind die Konzertbesucher von morgen.“ Für ihr Konzert „Echoes of Folk“, durch das sich die Volksmusik wie ein roter Faden zieht, hatten sie mit Joseph Haydn und Johannes Brahms nicht nur klassische, sondern auch zeitgenössische Musikstücke ausgesucht. Das Klaviertrio der britischen Musikerin Rebecca Clarke erinnert an irische Volksmusik, und die „Four movements for piano trio“ des chinesischen Komponisten Bright Sheng verliehen dem Programm eine asiatische Note. „Sheng verbindet in seinen Kompositionen seine Muttersprache, die chinesische Volksmusik, mit seiner Vatersprache, der westlichen klassischen Tradition“, kommentiert Rädler.
Spenden fürs Heimatmuseum
Schüler erhalten übrigens für das Konzert im Kleinen Saal der Elphi freien Eintritt: einfach bei dem Trio unter www.tovescotrio.com melden. Das Konzert in Holm war kostenlos für alle. „Dafür ist der Austritt umso teurer“, meinte Bernhardt mit einem Augenzwinkern. Es gehört inzwischen schon zur guten Tradition, dass anstelle eines Eintrittsgeldes um eine Spende gebeten wird. Dieses Mal wurde für den Förderkreis Kultur und Brauchtum in der Gemeinde Holm gesammelt, um einen Touchscreen für das Heimatmuseum anzuschaffen. „Wir haben einen großen Fundus digitalisierter Bilder und Dokumente, die wir den Besuchern unseres Heimatmuseums gern zu Verfügung stellen möchten“, erläutert der Vorsitzende des Fördervereins, Dieter Herrmann. In Zukunft soll jeder Besucher per Touchscreen ganz einfach zum Beispiel die Straße aufrufen, in der man wohnt, und kann dann sehen, wie es dort früher mal aussah.







