Rettung für die Elbschule – Übergangslösung gefunden

Nach Wedel-Klartext-Informationen wird die private Lehranstalt im kommenden Jahr ins Gebäude der Pestalozzischule (Förderzentrum) ziehen. Parallel soll Planungsrecht für einen Neubau an einem anderen Standort geschaffen werden.

Published4. Juni 2026

AuthorUwe Heitmann

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Das Förderzentrum namens "Pestalozzi-Schule" - hier sollen die Elbschul-Kinder einziehen - zumindest vorübergehend. Foto: Frenzel

Aufatmen bei den Verantwortlichen der Elbschule Wedel: Das drohende Aus ist abgewendet. Vertreter der Ratsfraktionen und die Verwaltungsspitze haben sich in vertraulichen Gesprächen mit Sprechern der privaten Lehranstalt auf eine Übergangslösung verständigt. Wie unserer Redaktion aus dem Teilnehmerkreis bestätigt wurde, soll der Unterricht vom Sommer 2027 an in den Räumlichkeiten der Pestalozzischule stattfinden. Parallel dazu soll gemeinsam an der Lösung der Frage gearbeitet werden, wo die Elbschule später in einen geplanten Neubau ziehen kann.

Nach Wedel-Klartext-Informationen soll diese Entwicklung jetzt auch zeitnah den Eltern der Elbschüler in einer Informationsveranstaltung mitgeteilt werden. Damit endet für die Einrichtung, in der im nächsten Schuljahr mehr als 210 Kinder (davon rund 140 aus Wedel) unterrichtet werden, eine monatelange Zitterpartie. Wie berichtet, muss die Schule ihren aktuellen Standort am Mühlenweg im August 2027 räumen. Alle Versuche, ein Grundstück für einen Neubau – der vom Trägerverein selbst finanziert werden soll – zu finden, waren gescheitert. In den meisten Fällen hatte die Verwaltung die Vorschläge aus baurechtlichen Gründen abgelehnt, was auch in Teilen der Politik auf Kritik gestoßen war.

Das Förderzentrum soll seinen Betrieb vor Ort fortführen

Gleichwohl hatten alle Ratsfraktionen und auch Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto (CDU) immer wieder betont, dass man die Elbschule in Wedel halten wolle. Nun also der Durchbruch. Nach Informationen von Wedel-Klartext soll eine Vereinbarung unterzeichnet werden, wonach die Elbschule für eine Übergangszeit als Mieter in Räumlichkeiten der Pestalozzischule zieht. Das dort angesiedelte Förderzentrum soll seinen Betrieb im Gebäude fortführen. Da der Platz für beide Einrichtungen vermutlich nicht reichen wird, soll die Elbschule den zusätzlichen Raumbedarf über Container abdecken.

Der angestrebte Vertrag soll ferner vorsehen, dass möglichst zeitnah Planungsrecht für einen Neubau an einem künftigen dauerhaften Schulstandort geschaffen werden soll. Wie Wedel-Klartext aus dem Teilnehmerkreis erfuhr, werden dafür aktuell zwei Grundstücksoptionen geprüft. Sobald eine Entscheidung über den favorisierten Standort gefallen ist, wollen Politik und Verwaltung demnach alles daransetzen, die planerischen Grundlagen für einen Schulbau zu schaffen.

Offizielle Reaktionen zur neuen Entwicklung und zur Rettung der Elbschule stehen noch aus – in Politik und Verwaltung hält man sich noch bedeckt. Wedel-Klartext wird berichten, sobald Stellungnahmen vorliegen.

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