Neues Buch: Serienmörder im Wedeler Business-Park
In seinem zweiten Buch „Die Tote am Elbring“ lässt Donald Kleinwort einen Serienmörder sein Unwesen in Wedel treiben.
1. Januar 2026
Bastian Fröhlig

Donald-Kleinwort-Foto-neues-Buch
In seinem zweiten Buch „Die Tote am Elbring“ lässt Donald Kleinwort einen Serienmörder sein Unwesen in Wedel treiben.
Durch die Wedeler Bahnhofstraße laufen – darauf hatte Donald Kleinwort nach der Veröffentlichung seines ersten Buches „Der Tote im Aufhafen“ keine Lust mehr. „Ich bin von so vielen Leuten angesprochen worden“, berichtet der 70-Jährige. 40 Jahre führte er den Lebensmittelladen in der Wedeler Hafenstraße in dritter Generation. Am 30. September 2020 war Schluss – nach 108 Jahren. „Bunter Hund“ passte schon immer. Doch durch die Rolle als Autor kam noch mehr Bekanntheit hinzu. Und ein Anruf der Polizei.
„Die sagten, dass ich sofort auf die Wache kommen soll“, erinnert sich Kleinwort und räumt ein: „Da überlegt man doch kurz, was man verbrochen hat.“ Allerdings war der Hintergrund harmlos: Er sollte ein Buch zum Geburtstag eines Polizeibeamten signieren, der früher Stammkunde bei ihm war. „Auch mein Zahnarzt hat mich in der Bahnhofstraße abgefangen und direkt zum Buchhaus Steyer geschleift, damit ich ihm mein Buch direkt signiere“, berichtet Kleinwort nicht ohne Stolz.
„Schreib doch noch mehr“, war ein Satz, den er immer wieder hörte. Gesagt, getan. Mit „Die Tote am Elbring“ hat Kleinwort den zweiten Fall für Kommissar Schaller zur Papier gebracht. Und der hat es in sich: Eine Tote Frau wird auf einer Bank am Elbring gefunden. Die Mordkommission Itzehoe untersucht den Fall. Es gibt Parallelen zu Morden in Hamburg, Köln, Kühlungsborn und Palma de Mallorca. Ein Profiler hilft dem Team der Kriminalpolizei, um die Morde aufzuklären.
„Eigentlich wollte ich erst die lange Bank am Willkomm Höft nehmen, aber da ist es zu auffällig, wenn etwas passiert“, erinnert sich Kleinwort. Also verlegte er das Geschehen in den Business-Park. „Dann habe ich das Spinnen angefangen“, räumt er ein. Ein roter Faden: Alle Morde haben mit Bänken zu tun. „Da hatte ich schnell Bilder vor Augen“, sagt der Wedeler Autor. So reiste er gedanklich zu Freunden nach Köln ans Rheinufer, mit diesen hatte er zudem Urlaub auf Mallorca gemacht. „Da dachte ich mir, dass der Täter ja auch da aktiv sein könnte“, sagt Kleinwort, dem es wichtig ist, in seinem Buch auch eine gehörige Portion Lokalkolorit unterzubringen.
„Zum Wedeler Auhafen hatte ich eine sehr persönliche Verbindung, weil ich dort einen Großteil meiner Jugend verbracht habe. Beim Business-Park ist das natürlich anders, aber mir war es wichtig, dass die Geschichte in Wedel spielt“, betont er. Das Buch wurde zum Familienprojekt. Donald Kleinwort schrieb, seine Frau war erste Leserin, seine Schwester, eine Lehrerin, übernahm das Korrigieren, seine Tochter als Mediengestalterin das Buchdesign. „Wir haben immer als Familie zusammengearbeitet und uns gegenseitig unterstützt. So war es auch hier.“
Und gibt es ein drittes Buch? „Ich muss meiner Tochter und meiner Schwester erstmal Ruhe gönnen“, sagt Kleinwort lachend. „Mein Hauptjob sind aktuell meine Enkelkinder.“ Aber der Gedanke an Teil drei spukt bereits im Hinterkopf herum. „Es gibt ja noch einige interessante Gegenden wie die Holmer Sandberge, wo mal etwas passieren kann“, gibt Kleinwort einen ersten Vorgeschmack auf die nächste Idee. Aber noch sei es nicht soweit: „Ich muss Zeit haben.“
„Die Tote am Elbring“ ist ab sofort – und ausschließlich – für 10 Euro beim Wedeler Buchhaus Steyer, Bahnhofstraße 46, erhältlich. Dort gibt es auch „Der Tote am Auehafen – ein ungewöhnlicher Fall für Kommissar Schaller“.







