Mozart! Gran Partita! …. mit den Bläsern des Haydn-Orchesters Hamburg

Konzert am am Sonntag, 14. Juni, in der Immanuelkirche - Eintritt frei

Published26. Mai 2026

AuthorRedaktion Wedel-Klartext

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Das wird ein Fest für alle Mozart-Fans: Das Haydn-Orchester kommt nach Wedel.

Ist es eine Sinfonie? Eine tiefsinnige Kammermusik? Oder doch nur eine heitere Serenade zur höfischen Belustigung? Die genaue Entstehungszeit dieses großen Werkes – der Serenade B Dur KV 361, oder einfach nur „Gran Partita“ genannt – liegt im Dunkeln. Es wird aber angenommen, dass dieses Werk spätestens im Jahr 1784 entstanden ist. Im Rahmen einer  „Akademie“ am Wiener Burgtheater soll das Werk zum ersten Mal aufgeführt worden sein. Und am Sonntag, 14. Juni, wird es in Wedel erklingen.  Die Bläser des Haydn-Orchesters Hamburg werden ab 17 Uhr in der Immanuelkirche am Roland spielen. Besonders schön: Alle können kommen, denn der Eintritt ist frei. Spenden sind erbeten.

Mozart hat mit diesem Werk in mehrfacher Weise neue Wege beschrieben: Der musikalische Bogen reicht vom symphonisch anmutenden ersten Satz mit seiner langsamen Einleitung über die Menuette und Trios mit ihrem Klangfarbenreichtum, über das himmlische Adagio, das im Jahr 1984 durch Milos Formans Film „Amadeus“ Berühmtheit erlangte, sowie die fast tänzerisch anmutenden Einlagen bis hin zum ultimativen „Rausschmeißer“, dem letzten Satz. Ungewöhnlich für eine klassische „Serenade“ – wie Mozart das Werk schlicht bezeichnete – ist die Länge dieses Werkes; die insgesamt sieben Sätze erstrecken sich über eine Spieldauer von gut 50 Minuten. Und dann die Instrumentation: Waren im 18. Jahrhundert eher sechs bis acht Instrumentalisten üblich – viele Fürstenhöfe unterhielten eine sogenannte „klassische Harmonie“, die zur Unterhaltung und Belustigung der höfischen Gesellschaft aufspielte – sprengte die Besetzung der „Gran Partita“ den damals üblichen Rahmen.

1782 wurde in Wien die „kaiserliche Harmonie“ gegründet, die aus exzellenten Bläsersolisten bestand und für die vermutlich Mozart dieses Werk komponiert hatte. Diese Oktett-Formation (also bestehend aus acht Bläsern) hat Mozart noch um fünf weitere Instrumente (zwei Bassetthörner, zwei Hörner und Kontrabass/Kontrafago ) erweitert, so dass die „Gran Partita“ mit einer Besetzung von 13 Instrumentalisten aufwartet. Neu für diese Zeit ist ebenfalls die sehr prominente Rolle der Klarinette und der Bassetthörner. denn sie wurden erst um 1760 als tiefere Klarinetteninstrumente entwickelt und hatten eine recht kurze Blütezeit bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Mozart schätzte dieses Instrument ganz besonders aufgrund seines gedeckten, teils feierlichen Klangs und setzte es effektvoll in einigen seiner Opern zum Beispiel in der „Zauberflöte“ und im Requiem ein. Mozart ist mit dieser Bläserserenade in neue Dimensionen vorgedrungen und war damit Wegbereiter einer Musikform, die über Mendelssohn, Richard Strauss bis in die Gegenwart hineinreicht. (Text: Jens Buhr)

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