Mord aus heiteren Beweggründen
Theater Wedel präsentiert eine Parodie auf die TV-Serie "Tatort" - Premiere am 7. März
27. Februar 2026
Jörg Frenzel

Theater Wedel (3)(1)(1)
Anton Speer (links) und Marko Lohmann geraten sich in ihren Rollen in die Haare.
Der „Tatort“ – 20.15 Uhr- Sonntagsritual in hunderttausenden Familien im deutschsprachigen Raum. Von der Couch aus jagt man die Mörder mit, freut sich über teils skurrile Ermittler, ärgert sich, wenn die Autoren zu viel Zeitgeist in die Krimi-Erzählung einfließen lassen. Das Ensemble des Theaters Wedel nähert sich seinem neuen Stück der TV-Institution anders: „Eine Tatort-Parodie“ lautet der Untertitel für „Mord aus heiteren Beweggründen“, einer leichten Komödie von Volker Heymann. Am Sonnabend, 7. März, wird um 20 Uhr die Premiere beginnen – danach läuft das Stück bis Anfang Juni.
Aufführungen bis Anfang Juni
Regisseur und Intendant Günter Hagemann freut sich, dem Publikum dieses unterhaltsame Drama präsentieren zu können. „Diese Art Theaterstücke kommen erfahrungsgemäß sehr gut an. Die Karten verkaufen sich jetzt schon wie geschnitten Brot“, freut er sich. Tickets sind im Voorverkauf jeweils dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr im Theater persönlich zu erwerben oder unter 04103/9679067 und kasse@theater-wedel.de vorzubestellen.
Die genaue Geschichte dieses Stücks um einen natürlich besonderen Ermittler, der so seine ganz eigenen Schwerpunkte setzt, soll nicht verraten werden. Kein Geheimnis aber ist, das Marko Lohmann, Lena Prehm, Anton Speer und Britta Meiners auf der Bühne stehen werden.

Regisseur Günter Hagemann hat beste Laune – denn der Vorverkauf ist gut angelaufen.
Sie gehören zu dem etwa 40 Personen starken Mimen-Pool, aus dem Günter Hagemann „sich bedienen“ kann – das geschieht im Wechsel, weil die Darstellerinnen und Darsteller eines Stücks sich ein Vierteljahr lang am Wochenende nichts anderes an Freizeitaktivitäten vornehmen können. Hagemann: „Das sind schon Anstrengungen, die die Schauspielerinnen und Schauspieler auf sich nehmen. Ich habe volles Verständnis, wenn sie dann erst einmal eine Pause brauchen.“ Dann müssen eben andere auf die Bretter.
Drei bis vier Stücke inszeniert Günter Hagemann Jahr für Jahr. Das Publikum kommt von Sülldorf bis Uetersen in die Stadt, um hier ein paar schöne Stunden Kultur zu genießen. Früher gab’s zur Weihnachtszeit auch eine eigene Inszenierung für Kinder. „Das ist leider nicht mehr leistbar. Wir haben da nicht nur an den Wochenenden gespielt, sondern auch an Vormittagen, um Kita-Gruppen und Schulklassen etwas zu bieten. Doch Mitwirkende sind für Vormittage einfach nicht mehr zu bekommen“, berichtete Hagemann. Seine Lösung: das Galli-Theater. Die Hamburger Profis übernehmen es, die Kinder zu faszinieren – und denen ist es herzlich egal, ob Wedelerinnen und Wedeler schauspielern. Hauptsache man hat Spaß! Und dafür ist das Theater Wedel mit der Buchung der Galli-Truppe auf dem besten Wege.
Matinée am 1. März
Fürs aktuelle Stück „Mord aus heiteren Beweggründen“ ist übrigens auch eine Einführungsmatinée ist für Sonntag, 1.März, geplant. Um 11 Uhr ist jeder im Haus am Rosengarten willkomemen.
Und zum Schluss noch das Lüften eines kleinen Geheimnisses, zumindest teilweise: Herr Hagemann, welches ist denn ganz persönlich ihr Lieblings-Theaterstück? Günter Hagemann: „Don Carlos von Schiller!“ Wer die Gründe wissen will, fragt ihn am besten selbst – vorzugsweise nach dem Besuch der Aufführung „Mord aus heiteren Beweggründen“.






