Freude in der Elbschule: „Ein Meilenstein für uns!“

Breite Unterstützung aus dem Rat: Dieser hat einstimmig für einen befristeten Umzug der privaten Bildungseinrichtung in das Pestalozzi-Förderzentrum votiert.

Published4. Juli 2026

AuthorUwe Heitmann

Elbschule Möller Frenzel

Unverkennbar noch auf dem ehemaligen J.D.-Möller-Gelände, beals schon im Autal: die Elbschule.

Melanie Drescher atmete tief durch. „Wir sind wirklich glücklich über die breite Unterstützung“, freute sich das Vorstandsmitglied des Fördervereins der Elbschule Wedel. Was sie so froh stimmte, war eine Entscheidung im Rat der Stadt: Einstimmig hatte die Politik am Donnerstag einen befristeten Umzug der privaten Bildungseinrichtung in das Pestalozzi-Förderzentrum im Autal durchgewinkt. „Das ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte unserer Schule – und es gibt Schülern, Eltern und dem Kollegium endlich Sicherheit für die Zukunft“, so Drescher.

Mit dem Votum zog der Rat auch offiziell einen vorläufigen Schlussstrich unter die monatelange Suche nach einem neuen Standort für die Elbschule, die ihr bisheriges Domizil am Mühlenweg im August 2027 räumen muss. Dann sollen die rund 200 Schülerinnen und Schüler übergangsweise für zwei Jahre in die Pestalozzischule ziehen. Der Förderverein wird freie Räume in dem dortigen Gebäude anmieten. Auch erforderliche Umbauten sollen finanziell zu Lasten des Elbschul-Fördervereins gehen.

Bestehende Nutzer sollen bleiben

Teil des Ratsbeschlusses ist ferner, dass die bestehenden Nutzer (Förderzentrum, Tagesgruppen und das kooperative Schultraining) ihre Tätigkeiten weiterhin in dem Gebäude durchführen können sollen. Da der Platz nicht für alle Klassen der Elbschule ausreichen wird, soll der private Schulverein auf eigene Kosten zusätzlich Unterrichts-Container auf dem Gelände aufstellen.

Voraussetzung für den Mietvertrag ist, dass der Förderverein eine Entscheidung für einen dauerhaften Standort trifft, auf dem dann ein Schulneubau errichtet werden soll. Wie Wedel-Klartext schon Anfang Juni exklusiv berichtet hatte, sind dafür zwei Grundstücke im Gespräch. Die Elbschule wird jetzt in Verhandlungen mit den jeweiligen Eigentümern treten, um anschließend ihre Entscheidung der Stadt zu präsentieren. Diese soll dann für das entsprechende Grundstück Baurecht schaffen, so dass die Elbschule am Ende dieses Prozesses wieder aus dem Pestalozzi-Förderzentrum ausziehen kann und das Areal dann der Stadt wieder komplett zur Verfügung steht.

Der Elbschule hatte das Aus gedroht

Ohne die jetzt von Politik und Verwaltung gefundene Lösung hätte der Privatschule, an der in der Endstufe rund 350 Schüler unterrichtet werden sollen, nach Angaben aus dem Förderverein das komplette Aus gedroht. Seit mehr als einem Jahr war intensiv nach einem Grundstück gesucht worden, auf dem der Verein auf eigene Kosten einen Neubau erstellen kann. Die Vorschläge waren jedoch stets von der Verwaltung aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt worden (Wedel-Klartext berichtete).

Jetzt gibt es also eine neue Perspektive für die Elbschule, die auch noch Plätze für weitere Schülerinnen und Schüler anbieten kann. Nach Auskunft von Melanie Drescher gibt es für das neue Schuljahr Kapazitäten im Grundschulbereich (Klasse 2), in der Unterstufe (Klassen 5 und 7) sowie vereinzelt auch in anderen Klassen. Auch innerhalb eines Schuljahres sei ein Wechsel möglich. „Wir bieten interessierten Schulkindern auch immer die Möglichkeit an, in der Klasse zu hospitieren“, so Drescher. Am Sonntag will die Elbschule beim Wedeler Hafenfest mit einem Stand und Mitmachaktionen auf ihr Angebot aufmerksam machen.

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