Es war einmal… der Schulauer Hafen
Stadtarchivarin Anke Ranegger nimmt alle See- und Sehleute mit auf Zeitreise zu einem der markantesten Punkte in der Stadt.
1. August 2026
Jörg Frenzel

1958_Kuper_4f6212a846
Da brummte die Wirtschaft noch! Frachten und viele Firmen hatten im Hafen ihren Platz. Foto: Kuper/AEG
Wohl über keine Wedeler Immobilie wird so lange und – sagen wir es mal freundlich – so intensiv diskutiert wie über den Schulauer Hafen. Einst konnte man quasi von Boot zu Boot hüpfend die Wasserfläche queren. Fischer, Frachter, Freizeitkapitäne ließen das Leben im Becken und drumherum pulsieren. Aktuell werden Gastronomie zum Verweilen und Gucken sowie Beton-Kais zum Flanieren zwar gut angenommen. Doch bis auf wenige Tage im Jahr – beim Hafenfest und ab und an beim Opti-Training des SVWS, sofern denn gerade mal Wasser da ist – herrscht im Becken gähnende Leere.
- Die Anfänge: Besan-Ewer „Eunomia“ in 1899.
- Kurz nach dem Krieg. Heinrich Jens fotografierte 1947.
Wie gut, dass es Stadtarchivarin Anke Rannegger gibt! Auch sie kann zwar den einstmaligen Trubel nicht analog wiederaufleben lassen, doch zumindest virtuell! Anke Rannegger hat eine Internetseite des Stadtarchivs komplettiert, mit der sie alle See- und Sehleute in goldenere Zeiten des Schulauer Hafens entführt.

Mit viel Liebe und noch mehr Fachwissen präsentiert Stadtarchivarin Anke Rannegger den Schulauer Hafen vergangener Zeiten.
Fakten, Fakten, Fakten präsentiert die Archivarin, durch die Leserinnen und Leser ein nun wirklich erschöpfendes Bild über die Hafen-Historie erhalten. Fleißig hat Anke Rannegger gleich eine ganze Reihe von Bildergalerien angelegt, die Handel und Wandel durch die Jahrhunderte dokumentieren. Wedel-Klartext darf einige Schnappschüsse präsentieren – doch auf der Seite des Stadtarchivs gibt es viele, viele mehr.
- Gleich eine ganze Flotte von Fischerboote fuhr 1955 von Schulau aus auf Fang.
- Der Kran mit der Laufkatze von Frma Heidorn prägte jahrelang das Hafenbild.
Ob vielleicht wieder mehr Leben aufs Wasser kommt, könnte sich schon im September herausstellen. Denn dann wollen Investoren entscheiden, ob sie das Hafenbecken als Standort für Hausboote nutzen wollen – oder auch nicht.

Ein Mastenwald! Der Hafen mit Sportbooten im Jahr 1960. Fotos: Stadtarchiv











