Ein ganz besonderes Konzert zu Mozarts 270. Geburtstag
Kammerorchester und Kammerchor Wedel mit beschwingender Vorstellung
1. Mai 2026
Assia Tschernookoff

Kammerchor Mozart am Nachmittag 3
Unter der schwungvollen Leitung von Dirigent Valeri Krivoborodov lieferte das Ensemble von Kammerchor und Kammerorchester sowie vier Solisten ein Mozartkonzert ab, das die Wedeler Musikgemeinde begeisterte. Foto: Assia Tschnernookoff
Ihr Konzert im Johann-Rist- Forum widmeten Kammerorchester und Kammerchor Wedel dem 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart und nannten es schlicht und einfach „Mozart am Nachmittag – ihre grandiose Vorstellung begeisterte die Wedeler Musikgemeinde: „Was für eine schöne Einstimmung auf den Samstagabend.“ Das fanden auch sechs junge Studenten der Fachhochschule: „Es hat uns riesig viel Spaß gemacht. Seit unser Freund Klavier spielt, gehen wir öfter auf klassische Konzerte.“ Diesmal fand der Konzertbesuch allerdings auf Initiative von Julius Bade aus der Clique statt. Denn seine Mutter Diana war als eine von 17 Streichern zusammen mit sechs Bläsern und einem Paukisten mit von der Partie. Die Leitung des Orchesters, das – wie auch der Chor – ausschließlich aus Amateuren besteht, lag in den bewährten Händen von Stefan Czermak, Als Konzertmeister ist sein Platz im Orchester die erste Geige und damit hat er zugleich die verantwortungsvolle Aufgabe, die Vorstellungen und die Impulse von Dirigent Valeri Krivoborodov bei der klanglichen Umsetzung des Konzerts zu unterstützen, was ihm ganz hervorragend gelang. Die beiden sind seit schon fast zwanzig Jahren ein gut eingespieltes Team.
62 Amateure und fünf Profis

Im Mittelpunkt des ersten Konzertteils stand die Flöte gespielt von Susanne Barner. Foto: Assia Tschnernookoff
Mit Mozarts Konzert Nr.1 G-Dur und seiner Sinfonie Nr. 29 stand im ersten Programmteil die Flöte im Mittelpunkt, für die Profimusikerin Susanne Barner von den Hamburger Symphonikern als Solistin engagiert wurde. Bei dieser beschwingenden Darbietung verging die erste Stunde wie im Flug. In der Pause hatten die Gäste reichlich Gelegenheit, sich bei einem Gläschen Wein über das Flötenkonzert auszutauschen. Bei den Veranstaltern gab es hingegen ein bisschen Nervenkitzel. „Der Tenor steckt im Stau,“ wie Monika Thöm vom Förderverein verriet. Als Luis Olivarez Sandoval dann doch noch rechtzeitig kurz vor Beginn des zweiten Konzertteils eintraf, war die Erleichterung groß. Er war einer von drei weiteren Solisten, die für Mozarts berühmte Krönungsmesse verpflichtet werden konnten: der Bassist Bruno Vargas, die Kammersängerin Katja Pieweck (Alt) von der Hamburgischen Staatsoper und die Sopranistin Annika Egert, die anstelle von der ursprünglich angekündigten, aber kurzfristig erkrankten Sophie-Magdalena Reuter einsprang und aus dem Schwabenländle zu uns in den hohen Norden angereist war. Die Krönungsmesse komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Auftrag seines damaligen Arbeitgebers Fürsterzbischof Colloredo im Jahr 1779 für den festlichen Ostergottesdienst im Salzburger Dom. Gekrönt wurde damals keiner. Den Titel „Krönungsmesse“ erhielt das Werk erst elf Jahre später, als es in Wien bei kaiserlichen Krönungszeremonien aufgeführt wurde.
Bis zum nächsten Auftritt des Kammerchors und des Kammerorchesters Wedel müssen sich die Musikliebhaber ein wenig gedulden. Das alljährliche und immer schnell ausverkaufte Weihnachtskonzert findet zu Nikolaus am 6. Dezember 2026 in der St. Marienkirche statt. Infos werden rechtzeitig unter www.kammerchor-kammerorchester-wedel.de und bei Wedel-Klartext.de veröffentlicht.






