„Echoes of Folk“ bei „ars secumaris“

Das „Tovesco Trio“ spielt am Freitag, 8. Mai, Klaviertrios aus zwei Jahrhunderten

Published24. April 2026

AuthorJörg Frenzel

Tovesco Trio © Anna Tena-46(1)

Sie sind das „Tovesco Trio“: Veronika Rädler an der Violine, Tatu Kauppinen am Violoncello und Francesco Maccarone am Klavier. Foto: Anna Tena

„Echoes of Folk“ – wer bei diesem Konzert-Titel an Fiedeln, Flöten, Knopfakkordeon und vielleicht sogar ein Waschbrett denkt, mit denen gut gelaunte Kneipen-Musiker ihr Publikum unterhalten, überlegt diesmal in die falsche Richtung. Denn das „Tovesco Trio“ ist ein klassisches Klaviertrio mit Veronika Rädler an der Violine, Tatu Kauppinen am Violoncello und Francesco Maccarone am Klavier. Der Titel des Programms, das sie am Freitag, 8. Mai in der Veranstaltungsreihe „ars secumaris“ des Holmer Unternehmens Bernhardt Apparatebau
präsentieren werden, hat einen anderen Hintergrund.

Es ist der volkstümliche Bezug, der vier Komponistinnen und Komponisten mit ihren Werken verbindet – „mal subtil, mal sehr präsent“, wie die Triomitglieder die anstehenden Stücke charakterisieren und weiter: „Der sonst so elegant gewitzte Joseph Haydn überrascht mit einem rustikalen Tanzsatz im ¾-Takt, überschrieben mit „im deutschen Stil“. Auch in Johannes Brahms Klaviertrio in c-moll klingen Volkslieder und ungarisches Temperament
durch. Rebecca Clarke, eine Pionierin ihrer Zeit der 1920er Jahre, zeichnet mit impressionistisch schillernden Farben und verleiht dem Finalsatz ihres Trios eine asiatische Note. Damit baut sie die Brücke zum 1955 geborenen chinesischen Komponisten Bright Sheng, der sich intensiv mit asiatischer Volksmusik auseinandergesetzt hat und seine Werke, obwohl in moderner Tonsprache, mit diesen Einflüssen durchzieht.“

Das Konzert in der „ars secumaris“-Reihe, Einlass 19 Uhr, verspricht einmal mehr einen spannenden, anregenden Abend. Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind jedoch gern gesehen. Diese sollen verwendet werden für den Förderkreis Kultur und Brauchtum in der Gemeinde Holm, im Speziellen für die Beschaffung eines Touchscreens für das Heimatmuseum.

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