Vier Millionen Euro für die BADEBUCHT!

Land gewährt Zuschüsse für den Neubau des Schwimm-Lehrbeckens - Abgeordneter Martin Balasus und Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto hocherfreut

Published5. Juni 2026

AuthorJörg Frenzel

Badebucht Balasus Fisauli

Daumen hoch für guten Schwimmunterricht! Landtagsabgeordneter Martin Balasus und Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto freuen sich über die Zuschüsse für den Umbau der BADEBUCHT.

Das dürfte so richtig Schwung in die Neubaupläne der BADEBUCHT bringen: Es gibt vier Millionen Euro an Zuschüssen aus dem Landeshaushalt. Eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern von Innenministerium, Kommunalen Landesverbänden und Landessportverband hat die BADEBUCHT gemeinsam mit vier anderen Bädern aus insgesamt 17 Anträgen ausgewählt, um Mittel aus dem Förderprogramm der Landesregierung Schleswig-Holstein zur Stärkung der Schwimminfrastruktur zu erhalten. Wie Wedel-Klartext bereits berichtete, plant die über die Kombibad GmbH zu den Wedeler Stadtwerken gehörende Einrichtung nach rund 20 Jahren eine Rundum-Erneuerung. Ein neues, barrierefrei zu erreichendes Lehrschwimmbecken gehört dazu.

„Schwimmen lernen kann Leben retten“

Der CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Pinneberg-Elbmarschen, Martin Balasus, hatte als sportpolitischer Sprecher immer wieder auf die Bedeutung der BADEBUCHT hingewiesen – jetzt  freut er sich über Zuschüsse für eine gute Schwimmausbildung vor Ort. „Schwimmen zu können ist kein bloßer Freizeit-Spaß, sondern eine grundlegende Kompetenz, die im Zweifel das eigene Leben rettet. Deshalb freue ich mich sehr, dass Wedel von diesem wichtigen Landesprogramm profitiert. Mit dem neuen Lehrschwimmbecken schaffen wir bessere Bedingungen für die Schwimmausbildung unserer Kinder und Jugendlichen und stärken zugleich die Badebucht als wichtigen Treffpunkt für die Menschen.“

Nicht nur das BADEBUCHT-Team veranstaltet in der Anlage Schwimmkurse, auch die DLRG und die Familienbildung setzen hier auf Ausbildung beziehungsweise Wassergewöhnung. Der Wedeler TSV trainiert dort und – was auch positiv für die Kommunen in der Nachbarschaft zählt – viele Schulen können ihren Schwimmunterricht dort geben. Martin Balasus deshalb: „Die Förderzusage ist nicht nur eine gute Nachricht für Wedel, sondern für die gesamte Region.“

Eine Animation des neuen Lehrschwimmbeckens – Eltern können im Vorraum warten und dem Nachwuchs beim Erlernen der wichtigen Wasser-Bewegungen zuschauen.

Im März 2025 hatte der Rat beschlossen, für die Modernisierung der BADEBUCHT Haushaltsmittel in den Haushalt 2025 (480.000 Euro) sowie Verpflichtungsermächtigungen für die Jahre 2026 und 2027 (8.874.500 Euro beziehungsweise 5.960.000 Euro in die mittelfristige Finanzplanung aufzunehmen.

Nach aktueller Kostenschätzung wird der Umbau des in die Jahre gekommenen Schwimmbades samt Sanierung rund 14,7 Millionen Euro kosten. Die Stadtwerke planen die Finanzierung über Kredite, die Stadt haftet über Umwege, was in Wedel teils hitzige Diskussionen über die Sinnhaftgkeit der Stadtwerke-Pläne verursacht hatte. Nun dürfte es ein mindesten leichtes Aufatmen bei Verwaltung und den politischen Entscheidern geben. Martin Balasus: „Ich bin froh darüber, dass das Land der Kommune zur Seite stehen kann. In der Ratsversammlung haben die Kommunalpolitikerinnen und -politiker intensiv diskutiert gerungen, wie die knappen Fördermöglichkeiten bestmöglich genutzt werden können. Ihre  Entscheidung, klare Priorität auf die ,Badebucht‘ zu legen, war nicht selbstverständlich, hat sich aber ausgezahlt. Die heutige Förderzusage ist der Beleg dafür. Vielen Dank an alle Beteiligten im Rat, in der Verwaltung und beim Betreiber, der Kombibad GmbH der Stadtwerke, für die hervorragende Arbeit.“

Betriebskosten senken

Außer besseren Möglichkeiten für die Schwimmausbildung hat die Sanierung noch andere günstige Effekte. Ziel dieser Neugestaltung ist es nach Angaben des Stadtwerke-Geschäftsführers Jörn Peter Maurer, die Betriebs- und Kapitalkosten des Bades zu senken – und damit den jährlichen Zuschuss der Stadt. Bislang gleicht die Stadt das Defizit des Bades in Höhe von 2,4 bis 2,6 Millionen Euro – je nach aktuellen Energiekosten – aus. Dieser Ausgleich soll auch künftig erfolgen, allerdings wird mit einem erheblich geringeren Minus gerechnet. Diese Zahlen finden buchmäßig Eingang in den städtischen Haushalt, weil es sich um eine langjährige Verpflichtung zu Ausgaben handelt. Die Konsequenz:  Die Kommunalpolitik hat das letzte Wort zum Gesamtprojekt.

Alle Wasserflächen auf einer Ebene: So könnte es aussehen – der Blick vom sanierten Sportbecken in Richtung Kursbecken.

Update: Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto: „Diese hervorragende Nachricht der Innenministerin bestätigt, dass wir mit unserer Umbaumaßnahme ,vom Spaßbecken zum Lehrschwimmbecken‘ auf dem richtigen Weg sind. Die Förderung ist ein guter Anfang. Mit dem Umbau der sanierungsbedürftigen Badebucht schaffen wir somit nicht nur eine zukunftsfähige Infrastruktur, sondern auch ein modernes Lehrschwimmbecken, das für eine Stadt an der Elbe von unverzichtbarer Bedeutung ist. Hintergrund der Sanierung ist bekanntlich das Alter des Bades, die energetischen Schwierigkeiten und das Ziel, durch eine Modernisierung das hohe Defizit der Stadt zu verringern.“

mann am Schreibtisch

Er kann jetzt beruhigter weiterplanen: Stadtwerke-Geschäftsführer Jörn Peter Maurer. Foto: Kombibad GmbH

Jörn Peter Maurer (Geschäftsführer Kombibad Wedel GmbH): „Der Förderbescheid des Landes ermutigt uns, die Modernisierung der Badebucht voranzutreiben, um auch zukünftig den Schulen, Vereinen und anderen wichtigen Institutionen eine moderne Wirkungsstätte zu ermöglichen. Nachdem das Konzept bereits auf Landesebene überzeugen konnte, hoffen wir, mit unserem angedachten Sanierungskonzept auch auf Bundesebene punkten zu können.“

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