Uhus beziehen neues Zuhause im Klövensteen

Bezirksamt investiert 340.000 Euro in die Anlage. Einblicke in die Geschichte des Wildparks

Published20. Juli 2026

AuthorMichael Rahn

zwei Uhus sitzen auf einem kleinen Dach aus Holz.

Uhus in der Voliere(1)

Die Uhus haben ihr neues Quartier im Wildpark Klövensteen bereits bezogen. Foto: Bezirksamt Altona

Vier Jahre hat es gedauert. Jetzt ist es geschafft. Der Uhu, das Leittier des Wildparks und der größte Beutegreifer im Forst Klövensteen, erhält ein zeitgemäßes Zuhause. Nach umfassender Sanierung und Erweiterung wurde die neue Uhu-Voliere im Wildgehege Klövensteen eröffnet. Mit rund 600 Quadratmetern ist die Anlage etwa doppelt so groß wie die bisherige Voliere. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf rund 340.000 Euro.

Die alte Anlage aus dem Jahr 2002 musste im Februar 2022 infolge schwerer Stürme geschlossen werden. Sie war marode und nicht mehr verkehrssicher. Bezirksamtsleiter Dr. Sebastin Kloth sagt: „Mit der neuen Uhu-Voliere setzen wir ein starkes Zeichen für den Natur- und Artenschutz in Hamburg. Die moderne Anlage bietet nicht nur optimale Bedingungen für die Tiere, sondern macht das Naturerlebnis für alle Besucher zugänglicher. Die barrierefreie Gestaltung und die naturnahe Einbindung in den Wald waren uns dabei besonders wichtig.“

Die neue Anlage erfüllt modernste Anforderungen an Tierwohl, Besucherfreundlichkeit und Arbeitssicherheit. Das Bezirksamt hat auch die Arbeitsbedingungen für die Tierpfleger deutlich verbessert. Besucher können die Voliere künftig barrierefrei durch eine Schleuse betreten, So erleben sie die „faszinierenden Könige der Nacht“ aus nächster Nähe, ohne dass dabei die Bedürfnisse der Tiere aus dem Blick verloren gehen: Rückzugsräume sorgen dafür, dass die Uhus sich jederzeit dem Trubel entziehen können.

Wahrscheinlich der letzte Neubau für einen Uhu im Wildpark

Aktuell leben drei Uhus unterschiedlichen Alters in der neuen Voliere. Im Rahmen des Zukunftskonzepts des Wildparks ist vorgesehen, dass diese Tiere voraussichtlich die letzten ihrer Art im Wildpark Klövensteen sein werden. Uhus erreichen in menschlicher Obhut häufig ein besonders hohes Alter und werden so noch viele Jahre das Bild des Wildgeheges prägen. Nach ihrer Zeit ist geplant, das neue Gehege flexibel für andere Tierarten zu nutzen und so weiterhin einen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung und Artenvielfalt zu leisten.

Mit der neuen Voliere wird ein bedeutendes Kapitel der Wildpark-Geschichte fortgeschrieben, denn die heute im Forst Altona lebende Uhu-Population geht auf ein Auswilderungsprojekt aus den 1990er Jahren zurück. Die Haltung von Wildvögeln hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Der Bezirksamtsleiter: „Die neue Anlage setzt hier neue Maßstäbe und unterstreicht das Engagement des Wildgeheges Klövensteen für Natur- und Artenschutz sowie eine zeitgemäße Umweltbildung.“

Die aktuellen Öffnungszeiten laut hamburg.de: mittwochs bis sonntags jeweils 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17.30 Uhr.

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