SC Rist Ü50 – die Recken sind retour
Wahnsinns-Party nach dem Gewinn der Deutschen Basketballmeisterschaft - und Ingo Knillmann war irgendwie immer dabei.
28. April 2026
Jörg Frenzel

SCR Ü 50 Kabine 1
Was für eine Feier - gleich in der Kabine ging's los. Foto: SC Rist
Es hat geklappt. Der „Ingo-Knillmann-Pokal“ ist in Wedel. Er ist da, wo er hingehört. So jedenfalls die feste Meinung von 15 Deutschen Meistern und ihrem Trainerteam um Olaf Möller. Die SC-Rist-Mannschaft hat die Deutsche Basketball-Meisterschaft der Herren Ü 50 gewonnen. Der Pokal, der nach ihrem zu früh an schwerer Krankheit verstorbenen Sportskameraden benannt wurde, ist der Lohn für ein beinhartes Wochenende in den Sporthallen von Ismaning.
Im Gespräch mit Wedel-Klartext ließ Arne Malsch, wegen Verletzung selbst „nur“ im Betreuerteam statt ebenfalls auf dem Spielfeld, den Weg zum fantastischen Triumph noch einmal Revue passieren. „Sowohl Mannschafts- als auch Einzelleistungen waren exzellent“, sagte er. Bis auf eine Ausnahme habe der SC Rist bei allen sieben Spielen von Anfang an vorn gelegen. Das war eine wichtige Kontrolle. Bis auf eine Ausnahme gab es stets einen satten Punktevorsprung in den Ergebnissen.
Auf des Messers Schneide
Nur gegen die SG Neustadt/Tegernheim stand alles auf des Messers Schneide. Arne Malsch: „Wir führten mit zehn Punkten. Dann haben die anderen exzellente Dreier getroffen. Und auf einmal stand es 32:32. Das war 30 Sekunden vor Schluss. Wir haben viel Druck gemacht. Und dann wurde André Bade sechs Sekunden vor Schluss bei einer Drehung gefoult. Er hat beide Freiwürfe reingemacht. Wir hatten es gerade so geschafft.“
Der Jubel, der dann losbrach, sollte stundenlang andauern. Die „ausladende Kabinenfeier“ dauerte fast drei Stunden. Ein Foto von Ingo Knillmann hing an einer Umkleideschrank-Tür. Aus Tradition bekam der Pokal seine Erstbefüllung mit Sahnelikör – für manchen immer noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber es gehört halt dazu. Im Hotel wurde nach einem ausgiebigen Mahl mit bayerischen Spezialitäten bis weit nach Mitternacht weitergefeiert. Die Pokalbefüllung wechselte zu Aperol-Spritz.
„Wir haben keine Verletzten. Die Organisation und Gastfreundschaft waren fantastisch. Ein tolles Turnier“, so Arne Malsch. Er resümierte: „Während im letzten Jahr nach dem knappen Verlust des Endspiels der Himmel weinte, strahlte er diesmal in bayrisch-blau. Denn Ingo hat uns von oben gesehen.“






