Parks und Plätze – statt Parkplätze
In der Stadtbücherei Wedel wird am 21. August der Film "Cycling Cities" gezeigt. Der Streifen dokumentiert, wie große europäische Städte inzwischen auf das Fahrrad setzen - und die Verkehrswende vorantreiben.
17. August 2026
Uwe Heitmann

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Bestimmt nicht nur führ Fahrrad-Fans sehenswert: "Cycling Cities"
Wer eine fahrradgerechte Stadt will, muss sicher nicht das Rad neu erfinden. Vielleicht aber die Stadt… Zu dieser Erkenntnis dürften Besucher kommen, die am kommenden Freitagabend den Weg in die Stadtbücherei finden. Denn dort wird ab 18.30 Uhr der Film „Cycling Cities“ gezeigt. In dem Streifen dokumentiert der Journalist und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch seine Drahtesel-Tour zu den schönsten Fahrradstädten Europas. Und er macht deutlich: Die Verkehrswende ist möglich – man muss sie nur wollen. Motto: Parks und Plätze – statt Parkplätze!
Perowanowitschs Weg führte ihn im Mai vergangenen Jahres unter anderem nach Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Hamburg und Kopenhagen. Mit der Kamera dokumentierte er, wie sich diese Städte über die letzten Jahre und Jahrzehnte verändert haben. Er sprach vor Ort mit Politikern, Verkehrsplanern und Aktivisten und erzählt in dem Film, welche Maßnahmen und Strategien am Ende zu Erfolgen geführt haben.

Plädoyer für eine Verkehrswende: Filmemacher Ingwar Perowanowitsch
Paris: Autoverkehr halbiert
Da wird zum Beispiel berichtet, wie sich die französische Metropole Paris seit 2002 gewandelt habe. Der Autoverkehr sei seitdem halbiert worden, der Radverkehr um 300 Prozent gestiegen und die Luftqualität habe sich um 40 Prozent verbessert. Oder etwa Utrecht. Dort gebe es mit 12500 Stellplätzen das größte Fahrrad-Parkhaus der Welt.
Und auch aus anderen Städten berichtet der Autor, wie sich dort die Lebensqualität durch ein Zurückdrängen des Autoverkehrs verbessert habe. Dabei blendet Perowanowitsch auch die Konflikte nicht aus. Es brauche eben viel Mut für radikale Veränderungen – und man müsse die Menschen von den Vorteilen überzeugen.
„Eine neue Geschichte der Mobilität“
Während seiner zweimonatigen Tour radelte der Freiburger Journalist 2000 Kilometer durch fünf Länder. Entstanden ist dabei ein bildgewaltiger Film, der nach den Worten des Autors „eine neue Geschichte der Mobilität erzählt“ und aufzeigt, was aus einzelnen Maßnahmen zu lernen sein könnte. Gezeigt wird er in Wedel am 21. August als gemeinsames Projekt der Initiative „Wedel im Wandel“ und der Stadtbücherei (Rosengarten 6). Der Eintritt ist frei; um eine Spende für den Filmemacher wird gebeten.






