NABU rät: heimische Arten in den Garten
Der Umweltverband gibt Pflanztipps zu Saisonbeginn.
18. März 2026
Jörg Frenzel

Hummel auf gewöhnlicher Kratzdistel
Schon eine gewöhnliche Kratzdistel ist im Garten ein beliebter Anflugort für Hummeln. Foto: May/NABU
Alle Wedelerinnen und Wedeler – ob mit „grünem Daumen“ oder ohne, aber auf jeden Fall mit Liebe zu Pflanzen – stehen jetzt langsam wieder schönere, wärmere Zeiten bevor. Gärten und Balkons wollen angelegt, gepflegt, gestaltet, genossen werden. Zum Startschuss für die neue Gartensaison hat der NABU Ideen und Anregungen parat, das eigene Paradies, nachhaltig und freundlich für die auch weitere Umwelt zu gestalten.

Viel Leidenschaft, aber auch ein wenig Fachwissen gehört dazu, den eigenen Garten in eine nachhaltige Idylle zu verwandeln. Foto: NABU
„Das fängt schon mit der Wahl der Blumenerde an. Hier sollte unbedingt auf torfhaltige Erde verzichtet werden. J. Der Torfabbau zerstört wertvolle Moore. Das ist nicht nur für viele seltene Pflanzen- und Tierarten fatal, sondern auch für unser Klima, denn der Abbau setzt große Mengen Treibhausgase frei, die den Klimawandel beschleunigen“, erinnert der NABU. Dabei gäbe es längst Alternativen: Torffreie Substrate bestehen meist aus Mischungen aus Kompost, Rindenhumus und Holzfasern. Wichtig sei ein genauer Blick auf die Verpackung: Bezeichnungen wie „torfreduziert“ oder „Bio-Erde“ bedeuteten nicht automatisch, dass kein Torf enthalten ist.
Was die Auswahl der Pflanmzen angeht, wirbt der NABU für heimische Arten und hat sie als Download zusammengestellt unter www.NABU-Hamburg.de/gartentipps. Weißdorn, Schneeball oder Schlehe bepsoielsweise sind zu Hecken kombinierbar – und bieten so vielen Vogelarten ein muggeliges Zuhause. Für die einzelnen Kräuter-, Stauden- und Gehölzarten sind Angaben zu ihrem Nutzen für Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge, Raupen und Fledermäuse zu finden, außerdem gibt es Informationen zu Blühfarbe, Blühzeiten, Fruchtzeiten sowie den individuellen Ansprüchen an Boden- und Lichtverhältnisse.

Mit einheimischen Beerensträuchern fühlen sich im Garten auch die Meisen pudelwohl. Foto: NABU
Heimische Wildpflanzen haben viele Vorteile
Die Verwendung von heimischen und standortgerechten Pflanzenarten hat nach Angaben des NABU viele Vorteile. Dr. Katharina Schmidt, NABU-Referentin für StadtNatur erläutert: „Heimische Wildpflanzen sind in der Regel pflegeleichter, weil sie gut mit den lokalen Bedingungen an dem Standort zurechtkommen. Sie wachsen besser und erfüllen wertvolle Funktionen im Ökosystem.“ Heimische Pflanzenarten böten naturgemäß Lebensraum und Nahrung für die heimische Tierwelt, die sich am besten an diese Pflanzen angepasst hat. Von den vielen nicht-heimischen (Zier-)Pflanzen hätten Vögel und Insekten dagegen keinen oder nur geringen Nutzen. Überdies seien heimische Wildpflanzen sind winterhart und weniger anfällig für Pilze oder Pflanzenkrankheiten.

Geht’s den Pflanzen gut, kommen die Insekten und dann fühlt sich auch dieser kleine Kerl im Garten wohl. Aber Achtung: Aufpassen mit Rasen-Mährobotern. In der Dunkelheit sollten sie auf jeden Fall ausgeschaltet sein.Foto: NABU






