Hör mal, wer da piept

Kiebitzfest an der NABU Vogelstation am Sonntag, 12. April - aber auch schon Ostern geöffnet

Published2. April 2026

AuthorJörg Frenzel

Kiebitz am See

Kiebitz_an_der_NABU_Vogelstation_(c)_Annegret Wiermann

Um ihn und seine Freunde dreht sich die große Feier: Kiebitz-Fest lockt mit zahlreichen Attraktionen. Foto: Annegret Wiermann

Einmal im Jahr dreht sich an der Vogelstation des NABU in der Wedeler Marsch alles um Vanellus vanellus. Es ist der Kiebitz, für den der Umweltverband ein großes Fest veranstaltet. Am Sonntag, 12. April, ab 10 Uhr ist es wieder so weit. Alle sind willkommen, um nicht nur den schwarz-weiß gefiederten Vogel zu feiern, sondern einen rundum bunten Tag um die komplette Vogelwelt in der Elbmarsch zu erleben.

„Das Kiebitzfest hat sich zu einem echten Treffpunkt entwickelt“, sagt Marco Sommerfeld, Leiter der Vogelstation, und: „Wer Lust auf Naturschutzinformationen, Naturerlebnis und Geselligkeit hat, ist beim Kiebitzfest genau richtig! Wir freuen uns auf Familien mit Kindern, Naturfans, die die Vogelstation zum ersten Mal besuchen, aber auch viele erfahrene Ornithologinnen und Ornithologen.“

Viel zu beobachten an der alten Kleientnahmestelle

Zum 15. Mal werden Vogel-Fans wieder schöne Stunden bis 16 Uhr erleben können. Führungen durch erfahrene Vogelkundler werden die Gäste schlauer machen, was in der Marsch so vor sich geht. Denn neben Kiebitz leben auch Reiher, Tafelenten, Säbelschnäbler, Bekassinen und Co. an der ehemaligen Kleientnahmestelle für den Deichbau und lassen es für sie typisch piepen. Insbesondere die kleinen Besucherinnen und Besucher können auf eine Natur-Rallye gehen. Oder Insekten-Nistkästen basteln. Oder Naturexperimente durchführen.

Auch an Ostern wird die NABU-Vogelstation geöffnet sein. Foto: Thomas Dröse

Diverse Infostände der NABU-Gruppen verraten Wissenswertes über Moor und über Fledermausschutz. Die Gruppe Pagensand veranstaltet eine Strandgut-Tombola, auch Ranger der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein erzählen, was sie so unternehmen, um Tieren und Pflanzen gute Entwicklungen zu ermöglichen. Selbstverständlich wird auch niemand verhungern. Essen gibt’s in Bio-Qualität.

Brüten hinterm Schutzzaun

Das NABU-Team hat sich bestens vorbereitet. Stationsleiter Marco Sommerfeld war intensiv mit dem Bagger unterwegs und hat auch gemeinsam mit Ehrenamtlichen einen Kiebitzschutzzaun rund um die wichtigsten Brutstätten der Wiesenbrüter aufgestellt. So erhält der Nachwuchs des Kiebitz mehr Schutz vor Fressfeinden. Der Schutz ist notwendig. Denn auf dem Gelände darf nicht gejagt werden. Füchse und insbesondere der Marderhund, eine invasive Raubtier-Art aus Asien, haben es auf die Kiebitze und ihre Gelege abgesehen – die Elbmarsch ist gewissermaßen ihr Büfett, das sie weitgehend ungestört besuchen können.

Besonderer Service: Die Naturkundler müssen nicht einmal Ferngläser mitbringen. Ein Optik-Unternehmen bietet sie kostenlos zur Ausleihe an.

Aber wer nicht bis zum Fest warten will, kann ja schon seinen Frühlings-Spaziergang zur Vogelstation unternehmen. Denn vom Eise befreit sind Strom und Bäche, das Wetter wird (wohl) angenehm und die Station wird geöffnet sein.

Zeltstände und Wagen in der Marsch

Zahlreiche Infostände werden wohl wieder viele Gäste in die Marsch locken. Foto: Pertti Raunto

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