Die ersten Pfähle am Yachthafen sind gesetzt

Der Hamburger Yachthafen bekommt eine neue Krananlage.

Published27. Mai 2026

AuthorJörg Frenzel

HYG Pfahlgründung Kran (19)(1)

Voller Tatendrang: Männer der Baufirma und der Yachthafen-Crew haben in den nächsten Wochen gut zu tun.

Es ist eine der größten Investitionen in der Geschichte des Hamburger Yachthafens. Rund 1,5 Millionen Euro wird die neue Krananlage in der Wedeler Heimatbasis von rund 50 Wassersportvereinen aus der Metropolregion kosten. Nach jahrelangen Planungen, Berechnungen, geologischen Voruntersuchungen, Diskussionen in den Vereinsgremien und Genehmigungsverfahren wurden jetzt die ersten Gründungspfähle gesetzt – ein großer Tag für alle Skipperinnen und Skipper der Unterelbe.

Großbaustelle: Mit schwerem Gerät werden die Stützpfähle fürs Fundament gesetzt.

Der Nachwuchs gab das Startsignal für die Arbeiten. Kinder von Vereinsmitgliedern tuteten mit einem kleinen Horn den motivierenden Auftakt für das Team der Firma Holst. Dann begann die Arbeit, die acht 20 Mater langen, rund einen Meter durchmessende Stahlrohre in den Grund zu rütteln und rammen. Mit jeder Menge Beton werden sie die stabile Basis für den neuen Kran bilden.

Stahlrohre werden fast komplett in den Boden gerammt

Dafür arbeiten nun Toby Ehlers, Christian Urban, Ziafed Demiri, Rene Schneider und Marco Muczat. Punktgenau versenken sie die Stahlkolosse zunächst zehn Meter tief  und per Ramme danach fast komplett in den Grund. Danach befüllen die Männer die Hohlräume mit Sand und brennen sie auf gleicher Höhe ab, bevor der Beton kubikmeterweise fließen wird. Die zehn mal zehn Meter große Fundamentplatte wird am Ende eine Stärke von 2,5 Metern haben.

Kein Startschuss, sondern Start-Hupen: Schiffs-Jungen und -Mädchen leiteten zusammen mit Offiziellen aus Vereinen, Sportbund und Stadt den Beginn der Arbeiten ein.

Sie soll dann das Hebewerk von Vetter Krantechnik tragen. Der 22 Meter lange Ausleger wird Boote mit einem Gewicht von bis zu 23 Tonnen im Frühling ins Wasser heben können und im Herbst wieder heraus. Hafenmeister und Kran-Spezi Kay Sörensen wird dabei noch schneller arbeiten können. Denn künftig werden Haltetraversen nicht mehr wegen unterschiedlicher Schiffsdesigns gewechselt werden müssen. Der Kranbauer konstruierte eine Gerätschaft nach seinen Wünschen, die das überflüssig machen wird.

Neuer Kran soll am Ende der Saison einsatzbereit sein

Als Zeichnung sieht der neue Kran noch nicht besonders imposant aus – aber schon in wenigen Wochen soll er sich in den Himmel recken.

Die Arbeiten werden in den kommenden Wochen in nahezu chinesischer Geschwindigkeit ablaufen. Schon Ende August soll die neue Anlage fertiggestellt sein – zum Saisonende ist die neue Technik also einsatzbereit. Sie wurde notwendig, weil die Plattform des alten Krans derart große statische Probleme aufwies, dass sie in den vergangenen Jahren gesperrt werden musste. Provisorisch wurden zunächst ein mobiler Telekran und dann ein Baukran gebucht.

Yachthafen-Geschäftsführer Timo Schmidt und seine Crew sind glücklich, dass diese Provisorien bald ein Ende haben werden. Und der Geschäftsführer darüber hinaus, dass es so starke Unterstützung vom Hamburger Sportbund gibt. Denn die Investition werden die Mitglieder der Wassersportvereine nicht alleine schultern müssen. Der Sportbund zahlt einen kräftigen Zuschuss in Höhe von 300.000 Euro.

Mit mehr als 2000 Liegeplätzen ist der Hamburger Yachthafen das Wassersport-Zentrum der Elbe. Foto: Finn Ole Kleinfeldt/HYG

 

 

 

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