Große Aktion in Wedel: medac sucht Lebensretter

Am 22. September wird in der Bahnhofstraße über die Stammzellspende informiert und zum Registrieren aufgerufen. Ein medac-Mitarbeiter hat gerade mit seiner Spende einem schwer Erkrankten in Großbritannien möglicherweise die Chance auf ein zweites Leben gegeben.

Published14. September 2026

AuthorUwe Heitmann

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Beleg des Erfolgs: medac-Mitarbeiter Julian Reinicke ließ sich vor einem Jahr screenen - und jetzt gibt es einen Patienten, dessen Leben mit seiner Spende gerettet werden könnte. Foto: medac

Für Julian Reinecke war es keine große Aktion. Und doch hat der Mitarbeiter des Wedeler Pharmaunternehmens medac einem anderen Menschen möglicherweise das Leben gerettet. Wie? Durch eine Stammzellspende. Er hatte sich vor einem Jahr bei einer firmeninternen Aktion registrieren lassen – und konnte jetzt vor einigen Wochen einem schwer erkrankten Menschen in Großbritannien durch seine Hilfe vermutlich die Chance auf ein zweites Leben geben.

Der große Zulauf der eigenen Beschäftigten bei der Aktion 2025 hat das Unternehmen (weltweit mehr als 2000 Mitarbeiter) jetzt zu einem engagierten Sprung in die Öffentlichkeit ermuntert: Anlässlich des Weltstammzellspendertags informiert medac am Dienstag, 22. September, in der Bahnhofstraße 36 vor der Filiale „Rossmann“ über die Bedeutung von Stammzellspenden. Gemeinsam mit der Knochenmark-Spenderorganisation DKMS soll dann von 9 bis 17 Uhr aufgeklärt und zur Teilnahme animiert werden: Interessierte werden die Möglichkeit bekommen, sich als potenzielle Spender registrieren zu lassen.

Immer wieder fehlt die passende Spende

Klar ist: Für viele Menschen mit Blutkrebs und anderen schweren Krankheiten kann eine Transplantation von Stammzellen eine wichtige Behandlungsoption sein. Die Suche nach einer passenden Spenderin oder einem passenden Spender ist jedoch häufig eine große Herausforderung. Zwar sind weltweit bereits rund 44 Millionen Personen als spendenbereit registriert. Doch immer wieder fehlt für einen Erkrankten die wirklich passende Spende.

Rund 400.000 Menschen haben sich 2025 nach Angaben des Zentralen Knochenmarkspender-Registers Deutschland (ZKRD) in der Bundesrepublik in die Liste der Spendenwilligen eintragen lassen. Die Zahl erscheint hoch – doch sie sei die niedrigste seit 15 Jahren. Es würden dringend weitere Spendenwillige benötigt, da aufgrund der Alterung der Bevölkerung auch immer mehr potenzielle Spender ausfielen. In Deutschland ist eine Knochenmarkspende nach Angaben des ZKRD bis zum 61. Lebensjahr möglich.

Wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Grundsätzlich gleiche die Ermittlung eines passenden Spenders trotz der weltweit rund 44 Millionen Registrierten der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen, betont das ZKRD. Immer wieder gibt es aber glückliche Übereinstimmungen. Wie bei Julian Reinecke, der bei medac als Launch Manager Global Brand Hematology tätig ist. „Für mich war der Aufwand vergleichsweise klein, die Bedeutung für einen anderen Menschen jedoch unbeschreiblich groß“, sagt er und ergänzt: „Vielleicht ist die eigene Registrierung irgendwann genau die Chance, auf die ein anderer Mensch gewartet hat.“

Auch Frauke Lorenzen, bei medac als Head of Global Brand Management Hematololgy tätig, unterstreicht die Wichtigkeit dieses gesellschaftlichen Engagements. „Jede Registrierung kann für einen schwer erkrankten Menschen den entscheidenden Unterschied machen.“ Gleichzeitig zeige der anhaltende Bedarf an Stammzellspendern, wie wichtig es sei, dass sich möglichst viele Menschen registrieren ließen.

„Wir wollen die Menschen ermutigen, einen Beitrag zu leisten“

„Mit unserer Aktion in Wedel möchten wir die Menschen über die Stammzellspende informieren und sie dazu ermutigen, einen persönlichen Beitrag zu leisten“, betont Frauke Lorenzen. Am Ende könnten dann vielleicht noch mehr Menschen wie medac-Mitarbeiter Julian Reinecke glücklich darüber sein, dass ihr persönliches Engagement anderen beim Überleben einer schweren Krankheit helfen kann.

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