Fast alles auf „grün“ beim Schrebergartenverein
Jahreshauptversammlung der Wedeler Kleingärtner - Bilanz des Vorsitzenden Andreas Neumerkel
6. Mai 2026
Jörg Frenzel

Schrebergarten Verein Vorstand(1)
Die führen den Schrebergarten Verein Wedel, der Vorstand von links: Imke Heimann, Martin Neuhaus, Wolfgang Jensen, Andreas Neumerkel und Rainer Zengel. Foto: Frenzel
Die Botschaft passte zu ihrem Absender. „Das gesamte Jahr verlief entspannt“, sagte Andreas Neumerkel, Vorsitzender des Schrebergartenvereins Wedel, auf der Jahreshauptversammling mit milder Miene. Dem Verein gehe es „recht gut, finanziell ohnehin.“ Und Leerstand bei den rund 330 Parzellen des Vereins sei ein Fremdwort.
Aufnahmestopp
So bleibt es beim Aufnahmestopp. Die Anzahl der neu zu vergebenden Parzellen habe sich nach Worten des Vorsitzenden im überschaubaren Rahmen gehalten, da allem Anschein nach Pächter ihre Parzellen nicht mehr so schnell aufgäben. „Es mag auch daran liegen, dass der größte Schub des Generationswechsels vorerst abgeschlossen ist.“ 24 Gärten wurden im abgelaufenen Jahr vergeben, davon 17 an jene auf der Warteliste unf sieben an Familienmitglieder des Alt-Pächters. „Der Trend zum Kleingarten hielt in unserem Verein auch 2025 weiterhin an. Wäre da nicht der Aufnahme-Stopp, so wären jede Menge neue Bewerber auf die Liste gekommen“, sagte Neumerkel. Für vier Personen wurde aber bei diesem Stopp eine Ausnahme gemacht, weil sie „Problemgärten“ sanieren wollen, die anderweits vom Verein teuer aufgearbeitet hätten müssen.
Gartenverwilderungen und Feuerteufel
Aber nicht in sämtlicher Hinsicht steht alles „auf grün“ beim Schrebergartenverein, ein paar Probleme gibt’s dann doch. Dazu gehören Gartenverwilderungen und teils abrissbedürftigen Lauben. „Die Altlasten fallen uns Jahr für Jahr auf die Füße“, so der Vorsitzende, der darum bittet, entweder den betreffenden Pächter direkt anzusprechen oder auf die Kolonie-Obleute zuzugehen.
Auch ermahnte der Vorsitzende noch einmal eindringlich davor, Gartenabfälle zu verbrennen. „An die Feuerteufel!“ wandte er sich, als er die Pflanzenschutzordnung des Landes in Erinnerung rief, in der dieses Verbot festgelegt sei ebenso wie die Pflicht zur Kompostierung beziehungsweise zum Schreddern oder zur Abfuhr. Und es bleibe ja auch nicht beim Verbrennen von Gartenabfällen. „Es werden auch an dere Dinge munter verbrannt. Möbelstücke werden fein säuberlich zersägt und in die Brenntonnen gefeuert“, so Neumerkel, der auch die mögliche Konsequenz nannte: „Sollte uns konkret berichtet werden, dass auf den Parzellen Derartiges passiert, werden wir das zur Anzeige bringen.“ Dann drohten Bußgelder bis in hohe fünfstellige Bereiche.





