Donatuslauf trotz Regenschauern gut besucht

Ein Lauf, der mehr bewegt als Beine: Der Donatuslauf im Klövensteen zeigt, wie Sport, Gemeinschaft und soziales Engagement zusammenfinden

Published15. Juni 2026

AuthorWolf-Robert Danehl

Start beim Donatuslauf: Männer und Frauen laufen bei regennasser Straße auf die Kamera zu.

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62 Läuferinnen und Läufer starteten trotz des Regenwetters beim 9, Donatuslauf im Klövensteen.

Ein paar Regentropfen hielten sie nicht auf: Beim neunten Donatuslauf des Lauftreffs Wedel gingen am Sonntag 62 Läuferinnen und Läufer im Klövensteen an den Start – so viele wie selten zuvor. Was als entspannter Lauf durch den Wald daherkommt, ist längst ein fester Termin im lokalen Sportkalender und zugleich ein starkes Zeichen für gesellschaftliches Engagement.

Um 10 Uhr fiel der Startschuss am hinteren Parkplatz der „Kleinen Waldschänke“. Statt Leistungsdruck standen Gemeinschaft und der gute Zweck im Mittelpunkt. Eine Zeitnahme gibt es bewusst nicht, ebenso wenig eine feste Startgebühr. Jede und jeder entscheidet selbst, wie viel gespendet wird.

Die Spenden des Laufes bekommen dieses Mal der Verein Unlimited Kids .

Die Spenden des Laufes bekommen dieses Mal der Verein Unlimited Kids .

Laufen für den guten Zweck

In diesem Jahr gehen die Spenden an den Wedeler Verein Unlimited Kids e.V., der Kinder, Jugendliche und Familien mit ADHS, Autismus und anderen Formen von Neurodivergenz unterstützt. Der anerkannte Träger der Kinder- und Jugendhilfe setzt auf Inklusion und individuelle Förderung – mit kostenlosen Beratungen, Selbsthilfegruppen und Freizeitangeboten.

Die Spenden des Donatuslaufs fließen direkt in Projekte: etwa in Bastel- und Sportangebote für Kinder oder in Entlastungsmaßnahmen für Familien. Ein Engagement, das bei den Teilnehmenden sichtbar Anklang fand.

Natur, Gemeinschaft und ein besonderer Kurs

Die Strecke führte über einen rund 5,6 Kilometer langen Rundkurs durch das Waldgebiet – wahlweise ein- oder zweimal zu absolvieren. Begleitet wurden die Gruppen von erfahrenen Mitgliedern des Lauftreffs.

„Der Klövensteen bietet eine willkommene Abwechslung zum Training am Deich – und vor allem Schatten an warmen Tagen“, erklärt der Vorsitzende des Lauftreffs, André Meister. „Außerdem sind wir hier fernab vom Straßenverkehr und mitten in einer herrlichen Landschaft.“

Ein weiterer Vorteil: Die gute Infrastruktur rund um den Wildpark erleichtert Organisation und Aufbau. Innerhalb von 30 Minuten standen Zelte, Tische und Kuchenbuffet – dank vieler helfender Hände.

Als Belohnung gab es am Ziel für alle Läuferinnen und Läufer Schokoladenmedaillen.

Als Belohnung gab es am Ziel für alle Läuferinnen und Läufer Schokoladenmedaillen.

Mehr als ein Lauf: Abschluss und Einstieg zugleich

Traditionell markiert der Donatuslauf auch den Abschluss des Laufeinsteigerkurses. In diesem Jahr konnten 13 neue Läuferinnen und Läufer gewonnen werden, die hier ihren ersten offiziellen Lauf absolvierten.

Dabei ging es nicht um Bestzeiten, sondern ums Ankommen. Im Ziel warteten Applaus, eine Schokoladenmedaille – und vor allem das gute Gefühl, gemeinsam etwas geschafft zu haben.

Perspektive: Laufen rund um Wedel

Parallel denkt der Lauftreff bereits weiter: Diskutiert wird ein zusätzlicher Event im Herbst jeden Jahres, auf der sogenannten „Laufroute Wedel“ einer rund 10,9 Kilometer langen Strecke rund um Wedel. Diese ist bereits vollständig erschlossen: An Abzweigungen ist der Kurs klar ausgeschildert, zudem geben Kilometerangaben im Abstand von etwa 500 Metern Orientierung.

Das Projekt geht auf eine Initiative von Renate und Rolf Eichfelder vom Lauftreff Wedel zurück. Gemeinsam mit dem Regionalpark Wedeler Au e.V. wurde die Strecke konzipiert und durch Spenden ermöglicht, die Stadt Wedel übernahm die Beschilderung.

Die Route startet und endet am Parkplatz des Elbestadions, führt entlang des Elbuferhöhenwegs, über die Landesgrenze nach Hamburg in die Tinsdaler Feldmark und schließlich durch das Autal zurück nach Wedel – eine landschaftlich abwechslungsreiche Verbindung von Natur- und Stadträumen.

Kuchen, Gespräche und neue Ideen

Auch abseits der Strecke hatte der Donatuslauf wieder viel zu bieten: ein großes Kuchenbuffet, Getränke und reichlich Gelegenheit zum Austausch. Selbst die zwischenzeitlichen Schauer taten der Stimmung keinen Abbruch – dank überdachter Sitzplätze.

Der Name „Donatus“, abgeleitet vom lateinischen „donare“ (schenken oder spenden), passt dabei perfekt zum Konzept des Laufs. Seit seiner Einführung im Jahr 2016 als Nachfolger des früheren Förderlaufs ist er zu einer festen Größe geworden.

Eines steht fest: Der Donatuslauf hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass Bewegung, Begegnung und Mitmenschlichkeit hervorragend zusammenpassen.

 

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