Die Forellen-Fans

Gemeinschaftsangeln der Jugendlichen des Kreissportfischerverbands Pinneberg am U-Boot-Teich

Published23. März 2026

AuthorJörg Frenzel

Junge mit Fisch

Kreisanglerverein Jugend U (34)

Was für ein Brocken! Fynn Jacobs aus Rellingen holte eine fast 60 Zentimeter lange Forelle aus dem U-Boot-Teich.

Während viele Großstadt-Kids Fische nur noch in Form von panierten Stäbchen kennen, gibt es im Kreis Pinneberg immer mehr Kinder und Jugendliche, die zu den schuppigen (und schmeckenden!) Kreaturen eine viel innigere Beziehung haben. Am Wedeler U-Boot-Teich war das am Sonntag zu sehen. Rund 30 Fisch-Freunde aus der Jugendabteilung des Kreissportfischerverbandes (KSFV) trafen sich samt erwachsenen Betreuern zum Gemeinschaftsangeln – und machten mächtig Beute!

Angelnde Kinder

Erwischt! Per Kescher wird der Fanh an Land geholt.

Für Oliver Badstüber, ehrenamtlicher Jugendleiter des KSFV und sein Team, ist es dabei wichtig, dass der Nachwuchs das Angeln nicht als Jux und Dollerei betrachtet, sondern als Chance, eine leckere Mahlzeit auf verantwortungsvolle Art zu gewinnen. Und wie das detailliert geht, zeigt beispielsweise der Lehr-und Prüfungsberechtigte Stephan Hey – wer einen Angelschein will, kommt an ihm und seinem Unterricht nicht vorbei.  Auch bei der VHS Wedel gibt es einen entsprechenden Kursus. Wie bei der Jagd geht es auch beim ordentlichen Angeln um Hege und Pflege.

Ein ordentlicher Jugendleiter kümmert sich selbstverständlich auch um eine anständige Versorgung seine Schützlinge: Oliver Badstüber mit Donuts.

Ein ordentlicher Jugendleiter kümmert sich selbstverständlich auch um eine anständige Versorgung seine Schützlinge: Oliver Badstüber mit Donuts.

So wurden im U-Boot-Teich vor mehreren Wochen Forellen eingesetzt. Sie futterten sich ein bisschen was an, durchlebten die Laich-Zeit und sind nun beißfreudig. Das bemerkte Fynn Jacobs aus Rellingen auf besonders deutliche Weise: Er holte eine fast 60 Zentimeter lange (echt kein Angler-Latein!) Forelle aus dem Gewässer, das die Stadt an den Angelsportverein Wedel verpachtet hat. „Dafür sind wir der Stadt dankbar“, sagte ASV-Vorsitzender Stephan Koch, der beim Treffen der Jugendlichen selbstverständlich auch mal vorbeischaute, um nach den Gästen zu sehen.

In dem unscheinbaren Gewässer an der Schulauer Straße leben als „natürlicher Besatz“ beispielsweise Karpfen, Hechte und Rotfedern. Der Bestand hat wieder zugenommen, seitdem das Übergangswohnheim auf der anderen Straßenseite nicht mehr belegt ist. Als dort noch das Leben tobte, fanden die ASV-Angler in ihrem Pachtgewässer oftmals Stöcker mit Leinen und Haken dran – und mit verendeten Fischen. Sogar eine Reuse wurde im Teich entdeckt. Und jede Menge Müll an den Ufern. Da halfen auch die Info-Schilder nicht, die „Schwarz-Angler“ ermahnten.

 

"Wir sind der Stadt dankbar, dass wir den U-Boot-Teich pachten dürfen: ASV-Vorsitzender Stephan Koch.

„Wir sind der Stadt dankbar, dass wir den U-Boot-Teich pachten dürfen: ASV-Vorsitzender Stephan Koch.

Doch jetzt ist die Lage am Teich wieder ruhig – so ruhig, wie die Jugendlichen, die am Gewässerrand stehen oder sitzen und dann und wann ihre Ruten auswerfen und einholen, damit sich ein an einen Mini-Fisch erinnernder Kunstköder durchs Wasser drehen kann. So wird der räuberischen Forelle Beute vorgegaukelt. Ab und an beißt aber auch ein anderer Räuber zu: der Hecht. Pepe und Malte haben einen dran. Aber sie behielten ihn nicht, nachdem sie ihn per Kescher aus dem Wasser befördert hatten. Denn Hechte haben noch Schonzeit. Und so befreite Malte den stattlichen Kerl sanft vom Haken und ließ ihn behutsam wieder ins Wasser gleiten.

Ab Mitte April sähe die Zukunft für Esox lucius sicherlich anders aus…

Die Ufer des Teiches waren gesämt von Nachwuchs-Anglern. Über den Standplatz hatte das Los entschieden.

Die Ufer des Teiches waren gesämt von Nachwuchs-Anglern. Über den Standplatz hatte das Los entschieden.

 

 

 

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