Das Wasserrutschen-Trio Köhnke will’s wissen!
Abschlusstraining vor den Norddeutschen Meisterschaften in der BADEBUCHT
17. Januar 2026
Jörg Frenzel

Wasserrutscher quer
Verwandte Rivalen: Cedric (von links), Lenius und Andreas Köhnke.
Wenn Andreas Köhnke und seine Söhne Cedric und Lenius aus Wedel an Wassersport denken, dann nicht an Freistil oder Rückenschwimmen. Sie haben eine schnellere Leidenschaft: Wasserrutschen! Denn alle drei sind oder waren Meister in ihrem nass-sportlichen Hobby – am heutigen Sonnabend wollen sie in Lüneburg wieder aufs Treppchen: bei den Norddeutschen Meisterschaften im Wasserrutschen.
Cedric Köhnke (20) ist seit drei Jahren in Folge der Titelträger für die ganze Republik. Vater Andreas (56) erreichte diese hohen Meisterwürden in jüngeren Jahren ebenfalls mehrfach und Lenius (15) ist zum zweiten Mal in Folge Deutscher Vize-Meister geworden, allerdings in einer anderen Gewichtsklasse. Die kräftiger gebauten Familienmitglieder starten in der Klasse über, der masse-ärmere Lenius in jener unter 85 Kilogramm.

Und los geht’s! Ein schwungvoller Start ist die halbe Miete.
Deshalb ist das Duell zwischen Andreas, der das Triple-Siegjahr der Norddeutschen Meisterschaften erreichen will und Cedric, der genau das verhindern und den Vater entthronen will, besonders intensiv. Lenius startet zumindest familiär außer Konkurrenz.
Seitdem sie Knirpse waren, sind der BWL- Student Cedric und sein Bruder Lenius Fans des schnellen Glitschens durch nasse Röhren und Halfpipes. Genauer: seitdem Cedric im Alter von zehn Jahren die Angst vor dem Rutschen überwand, wie er dem Spiegel in einem Interview verriet.
Ihr ebenfalls renn-rutschender Vater Andreas, ist ihnen Ansporn und die 90 Meter lange Rutsche der BADEBUCHT die Haus- und Trainingsstrecke. Hier absolvierten die drei auch ihr Abschlusstraining vor dem Wettbewerb. Und wie immer drücken Badleiter Karsten Niß und seine Crew allen die Daumen.

Der vierte Mann im Team: BADEBUCHT-Leiter Karsten Niß (links) unterstützt die ganz besonderen Wassersportler nach Kräften.
Doch nicht allein die Rutschtechnik will immer wieder geübt sein. So wie Rennfahrer nicht nur aufs Gaspedal drücken, sondern auch Joggen, um sich für den Einsatz im Cockpit fit zu machen, so verschafft sich Cedric Köhnke die für den Erfolg so wichtigen „Muckis“ im Fitness-Studio. Denn allein mit „Hinlegen und los geht’s“ ist die Sache nicht erledigt. Kraftraubende Techniken sind nötig, um möglichst wenig Reibung in den Röhren zu haben, damit‘s schnell geht. Am besten funktioniert seinen Angaben nach die „Dreipunkttechnik“: Dabei werden die Hacken sind gekreuzt, nur eine berührt den Boden, die Schulterblätter muss man herausdrücken und den Hintern nach oben. Dann sind Geschwindigkeiten von mehr als 35 Kilometern pro Stunde möglich.
Da hofft jetzt ganz Wedel, dass alle drei beim Wettbewerb diesen Speed erreichen und gut abschneiden. Aber wie im Film „Highlander“ gilt auch bei den Norddeutschen Meisterschaften im Wasserrutschen: Es kann nur einen geben. Eigentlich egal: Hauptsache, er heißt mit Nachnamen Köhnke. (Jörg Frenzel)






