Mehr Wettbewerb bei Bundesjugendspielen – MdL Balasus ist zufrieden

Exakte Leistungsmessung auf der Tartanbahn und im Schwimmbecken - wenn die Schulen es denn wollen.

Published16. Juni 2026

AuthorJörg Frenzel

Balasus auf Sportbahn Foto: Hildebrand

Auf die Plätze - fertig - Leistung! Der Landtagsabgeordnete Martin Balasus findet Wttbewerb sinnvoll. Foto: John Hildebrand

„Jetzt bei der Fußball-WM stehen auch nicht die Kicker auf dem Platz, die am traurigsten gucken, sondern es sind die Besten der Besten. Und durch Wettbewerb im Training und bei Spielen, in denen Tore und Punkte zählen,
sind sie es geworden.“ Mit diesem Vergleich veranschaulichte der auch für Wedel zuständige Landtagsabgeordnete Martin Balasus (CDU), weshalb Leistungsvergleiche im Sport für ihn wichtig sind. Deshalb freut sich der sport- und bildungspolitische Sprecher seiner Fraktion auch über die Entscheidung der Kultusministerkonferenz (KMK), den Ablauf der Bundesjugendspiele zu reformieren und damit einen leistungsorientierten Sport-Wettkampf erneut in den Vordergrund zu stellen.

„In den allermeisten Bereichen des Lebens ist Konkurrenz prägend, insbesondere im Beruf. Wo es einen Gewinner gibt, ist ein anderer immer der Zweite. Es ist sinnvoll, dass Kindern dies beim Sport vermittelt wird und auch, wie man damit umgeht, einmal nicht an erster Stelle zu stehen“, sagte der ehemalige Studienrat am Johann-Rist-Gymnasium.

Schwimmen und Laufen im Wettkampfmodus

Nach seinen Angaben ist angedacht sei, Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klassen in den Disziplinen Leichtathletik und Schwimmen wieder in den klassischen Wettkampfmodus zu schicken. Voraussetzung: Die Schulen beschließen so. Sprung- und Wurfweiten, Lauf- und Schwimmzeiten sollen exakt und vergleichbar gemessen werden. Spielerische Alternativen von Bewegungs-Events ohne Punkte-Ranking könnten dann der Vergangenheit angehören.

„Für diese wegweisende Entscheidung hat die KMK eine Ehrenurkunde verdient“m so Balasus, denn Schule müsse jungen Menschen vermitteln, mit Rückschlägen und Misserfolgen konstruktiv umzugehen. Die Fähigkeit, Frustrationen auszuhalten und aus Niederlagen zu lernen, sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder zu resilienten und selbstbewussten Erwachsenen werden.

Balasus hatte bereits bei Einführung der jetzt wieder zur Disposition stehenden Regelung Bedenken geäußert und sieht sich bestätigt: „Es war damals eindeutig eine sportliche Fehlentscheidung und eine pädagogisch zumindest zweifelhafte. Es gilt nach wie vor: Man kann Kinder nicht vor allen Enttäuschungen des Lebens schützen. Das darf man auch nicht, denn sie sind ein wichtiger Teil der Persönlichkeitsentwicklung. Es ist dann Aufgabe der Pädagoginnen und Pädagogen, enttäuschten Kindern genau dies zu vermitteln und eventuelles Mobben der Klassenkameradinnen und -kameraden ebenfalls zu thematisieren.“

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